30 Juni 2022

Tiernachbarn


Seit ich hier wohne, hab ich noch nicht so viel
fotografieren können, wie das gern getan hätte.

Schon seit Monaten pendeln meine zeitlichen Prios
immer zwischen Job, Haushalt, Erledigungen und Freundin
hin und her.

Aber oft genug geht das auch so aus, dass selbst wenn nur
die allerdringendsten anstehenden Erledigungen des Tages
gemacht wurden, dann irgendwas zwischen 21 und 22 Uhr ist
und einfach die Energie fehlt, noch irgendwas anderes
als Twitter-binging zu machen - oder maximal noch
irgendwas mit "Scrollen und Klicken".

Was bleibt, sind die Wochenenden.

Aber will man seine mitteleuropäischen Hygienestandards
in der Wohnung nicht ganz aufgeben und wenigstens an
jedem zweiten Wochenende zur Freundin, dann gibt es
tatsächlich Monate, in denen bleibt Einem für sich selbst
verdammt wenig an Zeitfenstern.

Das ist so ein Effekt von diesem (zunehmend beschissenen)
Erwachsenensein, den ich nicht hatte kommen sehen:
Es ist aberwitzig, wie wenig Zeit, wie wenig Freiraum
man für sich selbst hat.

Und das beziehe ich nur auf die allernotwendigsten to do's
im Leben wie: Arbeiten, Einkaufen, Essen machen, Putzen,
Rechnungen bezahlen und so was.

Kein Wunder schlafen viele von uns absolut übel.
Und inzwischen gähne ich schon 30 min nach dem Aufstehen wieder.

Nach einem sehr kräftezehrenden Samstag, der ganz im Zeichen
des Wohnung Herrichtens stand, hatte ich sonntags morgens
sowasvon die Schnauze voll, schnappte nochmal die große Kamera
und packte meinen Fahrradkorb.

Danach ging es aufs ebike.
Unterwegs fiel mir ein, dass ich die abgelegene Wirtschaft
zum Essen ansteuern könnte.
Witzig: Zwar war ich schon etliche Male dort, mit vier
verschiedenen weiblichen Begleitungen - aber noch nie allein!

Zwischendurch überhitzte der ebike-Nabenmotor und ich musste
ein wenig bergauf schieben.
Aber lediglich 935m vor dem Ziel und dem dort servierten
kühlen Naturtrüben vom Alpirsbacher konnte mich so was
selbstverständlich nicht mehr aufhalten.

Dass Tauben federkleidübergreifend morgens zusammen
frühstücken, war mir übrigens auch neu.





 





















2 Kommentare:

  1. Das sind wirklich tolle Fotos. Ganz besonders die Bilder von den Tauben!

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    1. Tauben machen einfach Spaß zu fotografieren :-).
      Ihre etwas putzige Lahmarschigkeit beim Starten und Landen ist ideal dafür. Und außerdem sind sie hübsch anzusehen, finde ich.

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