19 Juni 2025
18 Juni 2025
24 April 2025
a la Bonetti
[ heute mal ein post im Stil von Andy Bonetti
Einfach so.
Als kleine Verbeugung. ]
Ostern: urbi, orbi et gestorbi.
Der Papst ist zu seinem Zielort befördert worden.
Was wählen die im Vatikan auch immer so Greise.
Ist ja langsam wie in der US Politik.
Oder früher bei den Sowjets.
Erinnern Sie sich noch an die KPdSU-Epidemie in den Achtzigern?
Breschnew-Andropow-Tschernenko?
Musste heute leider die blauen Eulen-Socken wegwerfen,
weil sie auch nach dem dutzendsten Waschen nicht
zu fusseln aufhörten. Verdammt. Ich mochte die Eulen.
Mit dem kleinen delay von 14 Monaten wieder angefangen
mit dem Laufen.
Der da war Schuld.
Arschgeige ey, mir tut alles weh.
Könnte natürlich auch an MIR gelegen haben.
Weil ich statt der empfohlenen 300m lieber 5090m unterwegs war.
Ich hör' halt so gern auf Andere.
Nicht.
Lillet Rosé hat das Etikett und die Flaschenform geändert.
Ohne ihren Hauptabnehmer vorher zu konsultieren.
Ich bin außer mir.
Eventuell haben die Idioten auch was an der Rezeptur gedreht.
Kann ich aber noch nicht sagen nach lediglich einer Flasche.
Die Liebste wollte Blumen.
Habe ihr daher vor Ostern was Kleines in ihr Teelicht gestellt.
Bisher Tag 3.
Noch merkt sie nix.
Beide Daumennägel habe ich erfolgreich wieder
an den Rand des Ruins zerkratzt, nachdem sie schon
fast wieder komplett gesundet waren.
Das sind so meine J.D.Vance-Momente, wo ich völlig
von allein Funktionierendes durch entschiedenes Handeln
jedoch bar jeder Vernunft kaputtmache.
Aber ich zahle ja kaum noch bar sondern mit Karte.
HahaMörderwitz.
Im Heimbüro an Maus und Tastatur hilft den Nägeln
aber aktuell nur noch Eines.
Waren Sie neulich mal auf einem der unsozialen Medien unterwegs?
Oder auch nur in dem, was uns als "Nachrichten" angeboten wird?
Katastrophe, allesamt.
Wir leben im Scheißozän und ballern zugunsten ein paar likes
einen Wert des sozialen Zusammenlebens nach dem Anderen
ab wie Schießbudenfiguren.
Und der Ami wird immer bekloppter.
So.
Und die Fotos können Sie jetzt selber zuordnen.
Ich bin derweil beim Lillet.
01 April 2025
vom Dank für Ihre Zeit und Ihr Interesse
Ich bin auf dem Sprung in mein vorgezogenes Wochenende, welches heute bereits am späten Vormittag beginnt und welches aus purem Hedonismus, also Essen, Alkohol und Sex bestehen wird.
Deshalb nur kurz ein DANKE an Sie alle hier, der abgelaufene Monat war der bestbesuchteste bislang. Und sehe ich das richtig, dass die beliebtesten Themen hier Zwischenmenschliches, Sex und Wünsche sind?
Ach und übrigens hab ich einen Fehler gemacht und mich probeweise wieder auf Twitter/X angemeldet und ich hasse es jetzt schon nach wenigen Tagen. Verzeihen Sie mir meine Dummheit. Ich glaub ich bleib einfach hier und sterbe mit Ihnen gemeinsam aus, so wie es sich für Saurier auch gehört.
29 Dezember 2024
Dania, tu felix
konformer Wortwahl geprägtem Interview mit der Wiwo
hat der Leiter des Kopenhagener Institutes für Glücksforschung
weiß, ob sie jetzt seine eigenen Buchverkäufe ankurbeln
sollen (sein inzwischen drittes Buch mit identischem Refrain
kam soeben heraus), oder ob es der höflich-zurückhaltenden
dänischen Mentalität entsprach, den deutschen Interviewern
vielleicht nicht allzu sehr die Verhältnisse im Föderalirrenhaus D
um die Ohren zu hauen.
Denn nach dem Grund für die dänische Top-Platzierung
im Glücksindex der Bevölkerung (weltweit Platz 2) befragt,
kamen diese Antworten aus ihm heraus:
- wenn Firmenmitarbeiter ein positives Feedback erhalten,
ließen manche Arbeitgeber dieses von ihnen aufschreiben,
damit sie sich besser daran erinnern - es sei in DK normal, dass der CEO in der gleichen Kantine
zu mittag esse wie alle seine Angestellen - die Reste des Mittagsbuffets aus der Kantine einer Firma
werden einer wechselnden Gruppe von Beschäftigten mitgegeben,
damit diese abends nicht kochen brauchten - ein anderer Blick auf den Job könne diesen erfüllender machen:
Eine Krankenhaus-Putzfrau könne zum Beispiel ja auch denken:
"Ich putze Böden, aber mein Hauptjob ist es, Patienten zum Lachen zu bringen."
Und das sorge für mehr Freude an der Arbeit. - es gebe in einem Unternehmen den Brauch, dass derjenige
Mitarbeiter des Monats wird, der besonders gut über seine
Kollegen spräche, und derjenige dürfe dann den Gewinner im
Folgemonat auswählen.
Finanzvertriebswelt erstarrten misanthropen Berufsskeptiker,
aber das da oben liest sich bei allem Respekt vor der Position und
Datenkenntnis des renommierten Ökonomen und Politologen
Brechreiz aus irgendwelchen HR-Stellenausschreibungen oder
"Eure Personalabteilung informiert: Ab sofort Yoga-Raum für Euch!"
-Newsletter-Bullshit, es trifft in meiner Betrachtung auch nicht mal
ansatzweise den Punkt.
Lesen Sie den Artikel, dann stellen Sie fest:
BEFRAGT wurde der Fachmann nach der URSACHE
des dänischen Glücklichseins.
GEANTWORTET hat er aber DAS ERGEBNIS dessen,
was in Dänemark anders läuft als hierzulande, OHNE die
gefragten Ursachen wenigstens exemplarisch zu benennen.
Okay - nur, was trägt denn tatsächlich bei zur sensationellen
dänischen Bevölkerungszufriedenheit?
- die Dänen hatten das Glück, Politiker mit Weitsicht
ihr eigen zu nennen, so begann das Land bereits 1972 mit
dem schrittweisen Ausstieg aus fossilen Brennstoffen (als in D
noch die Lobbyarbeit der Atom-Branche auf dem Zenith ihres
Erfolges stand) und setzte voll auf Wind- und Solarenergie.
Im Ergebnis lag der dänische Strompreis 2024 an etlichen Tagen
unter null Kronen /kWh, während hierzulande noch "Dunkelflaute"
durch die Schlagzeilen der Systempresse geistert.
Das Land hat keinerlei Erdöl- oder Gasvorkommen von Bedeutung. - die Mehrwertsteuer beträgt 25%.
Auch für Lebensmittel, Bücher, Medikamente.
Der Spitzensteuersatz für Einkommen endet bei atemberaubenden 59%.
Nahezu ALLE Preise in DK sind höher als die in D. - Wieso DAS zum Glücklichsein beiträgt?!
a) die Dänen wissen, dass große Teile der Steuer in langfristige
staatliche Projekte wie die Versorgung und Infrastruktkur usw. fließen
und die Sozialkassen füllen - weil Steuersätze (DK) anders als Beitrags-
Bemessungsgrenzen (D) keinen Maximalwert kennen, zahlen alle
für alle.
b) ihr Land ist das weltweit am wenigsten korrupte.
c) es gibt KEINE gesetzlichen Sozialabgaben in Dänemark.
Die Arbeitslosenversicherung bezahlt jeder freiwillig und zu 100%
als Arbeitnehmer selbst (es gibt auch staatliche Steuerzuwendungen
in dieses System). Das Arbeitslosengeld beträgt bis zu 90% vom
Nettogehalt, max. ca. EUR 1.700 mtl.
d) das Durchschnittseinkommen eines Singles liegt bei
ca. 65.000 Euro im Jahr. Das ist der Bruttowert.
- der Arbeitsmarkt ist vollkommen dereguliert und liberalisiert.
Es gibt keinen Mindestlohn staatlicherseits.
Und dennoch sind zwei Drittel aller Dänen in einer Gewerkschaft und
über 80% aller Arbeitsverträge unterliegen Tarifrecht.
Arbeitgeber, die versuchen, ohne Tarifrecht zu beschäftigen oder
gar dänische Arbeitskräfte durch deutscher Grenzgänger zu ersetzen,
werden umfänglich gesellschaftlich und wirtschaftlich geächtet. - es gibt so gut wie keine (schon gar nicht unbezahlten) Überstunden in DK,
und anders als in D sind die Arbeitgeber wie der Teufel dahinter her,
dass bloß niemand Überstunden über die im Schnitt 37 Stunden pro Woche
hinaus macht:
Der Lohnzuschlag für die ersten 3 Überstunden beträgt 50%,
danach 100% auf das reguläre Gehalt.
Die Gewerkschaften überprüfen das penibel.
Angestellte haben regulär ein echtes Wahlrecht zwischen Auszahlung
oder Freizeitausgleich.
Die Durchschnittsarbeitszeit in DK liegt bei 33 Wochenstunden. - Gesundheitswesen:
Auch z.B. Klinikärzte arbeiten 8h am Tag. Dann ist Feierabend.
Findet diese Arbeit nachts statt, sind diese 8h sogar ein
Maximalwert binnen eines 24h-Zeitraumes. - Sie können bei betriebsbedingten Umstrukturierungen ebenso
wie im Arbeitsalltag nicht herumgeschubst werden wie in D:
Sind Sie beispielweise Küchenhilfe, kann der Arbeitgeber Sie nicht
als Kellner oder Servierer einsetzen, nur weil ein Kollege an diesem
Tag ausgefallen ist. Denn das steht nicht in Ihrem Arbeitsvertrag. - Nochmal zur Erinnerung:
Wir sprechen von einem der dereguliertesten Arbeitsmärkte Europas.
Funktionærloven: Sie können jederzeit mit 1 Monat zum Monatsende
kündigen, sofern tarifvertraglich nicht Anderweitiges vereinbart wurde
(aber oftmals nicht der Fall). Die Textform genügt, also auch per
Kurznachricht oder WhatsApp oder Email. - Soziales: Eine öffentliche Krankenversicherung für alle.
Kostenlose und zuzahlungsfreie Arztbehandlung, Medikamente,
Sach- und Heilmittelkataloge. Kindertagesstätte-Platzgarantie
ab dem 9. Lebensmonat des Kindes, die auch eingehalten wird.
Und tausend weitere Beispiele, von der Altenversorgung bis zur
Pflege.... - Rente:
Die Altersrente ab ca. 67 erreicht 84% des Nettoeinkommens,
hinzu kommen eine (kleine) Arbeitsmarkt-Zusatzpension, immer
eine Betriebsrente und ggf. geförderte private Renten.
Betriebsrenten werden tarifvertraglich geregelt, üblich ist hier eine
Beitragsleistung zu 2/3 durch den Arbeitgeber und zu 1/3 durch
den Arbeitnehmer.
Dass das Rentenalter schrittweise auf 74 (!) angehoben werden wird,
tut der Tatsache keinen Abbruch, dass aufgrund der o.g. hohen
Altersvorsorgeleistungen das durchschnittliche tatsächliche Renten-
eintrittsalter in DK identisch ist wie hierzulande.
Wenn Ihnen also das nächste Mal wieder irgendein
Politiker oder parteiischer Fachmann oder Vorstandsvorsitzender
einer Milliardenheuschrecke erzählt, dass das Problem
hierzulande unsere Mentalität sei, dass höhere Löhne Gift für die
Wirtschaft seien, dass strenge Tarifverträge Arbeitsplätze gefährdeten
und dass es nicht möglich sei, dass absolut alle und ohne Beitragsobergrenze
für die allgemeinen Krankenkosten aufkommen könnten:
Dann wissen Sie, dass Sie soeben verarscht wurden :-).
Dänemark, Du hast es gut.
16 Dezember 2024
Valkenburg
Besuchen Sie Valkenburg - es lohnt sich. ]
Ich bin in einer Lebenserfahrungsstufe* angelangt,
ab der gewisse Dinge erfolgreich outgesourced wurden.
Lokalnachrichten beispielsweise.
Die Zeitung liegt jede Woche zuverlässig in meinem Briefkasten.
Lese ich nicht mehr.
Kommt gleich auf den Stapel für "Küchenabfallunterlagen".
Für solche Dinge frage ich besser Oma Henriette aus dem EG.
Henriette erzählt mir das Wesentliche viel schneller, als ich
es mir selbst anlesen könnte.
Zudem ist Henriette auch viel aktueller:
Sie weiß bereits Dinge aus der Nachbarschaft,
die sind noch gar nicht passiert!
Damit ist Henriette das perfekte Mittelding aus
Assistentin + Wochenblatt + Minority Report.
Anderes Beispiel: Unsoziale Medien.
Nutze ich außer Blogspot nicht mehr.
Nada, null.
Habe immer noch die Befürchtung, mein Vater gräbt sich
aus der kühlen Tiefe wieder aus und steht dann
tropfend und faulend an Weihnachten vor der Haustür,
wenn er mitkriegt, dass sein Sohn so eine den Intellekt
beleidigende Scheixxe konsumiert, trotz seiner sicherlich
mehr als aufopfernden Erziehungsbemühungen.
Für so was habe ich: Meine Freundin.
Wenn es was Interessantes gibt, das Anzusehen sich lohnt
(also Reels und Shorts von: Hunden, Katzen, Hamstern,
Sittichen, Robben, Straußen und kleinen Möchtegern-
Online-Prostituierten), dann zeigt sie mir das.
[ Achtung, jetzt kommt ne Kurve,
mit der absolut NIEMAND rechnet! ]
--------------------------------------------------------------------------------------------------------
Daher war ich auch recht angetan, als sie auf
Instagram von diesen Höhlenweihnachtsmärkten
in den Niederlanden erfuhr und an mir rumbettelte,
dass wir da mal zusammen hinfahren.
Nun kann ich es mir in meinem Alter nicht mehr gefahrlos erlauben,
einer deutlich jüngeren Frau Wünsche abzuschlagen,
will ich in der zeitlich absehbaren Pflegebedürftigkeit es nicht
riskieren, mit dem Sammelbecher zitternd vor dem LIDL zu knien.
Also buchte ich uns Übernachtung und Eintrittskarten.
05 Dezember 2024
von der Arbeit des Schweigens
Heute mal lediglich eine Leseempfehlung in
der freundlichen Blognachbarschaft,
macht man ja auch viel zu selten dieser Tage
(warum eigentlich? Wann ging uns das verloren!?)
Besuchen Sie Frau Mirtana im Kloster.
Und versäumen Sie keinesfalls, ihre wunderbaren
Fotoaufnahmen dort zu bewundern.
Das aber nur am irrelvanten Rande.








