Screenshots gesammelt hat, war eine der Wahrheiten.
Die Andere ist, dass man aber auch
zu fast nix mehr kommt.
Zumal dann nicht, wenn ein Jahresschluss,
ein Umzug und noch ein paar andere Sachen
zu organisieren sind.
Ich bräuchte einfach mehr Zeit]
Was für ein schöner Herbst das ist:
Es fühlt sich an, als wollte er uns entschädigen,
versöhnen mit einem Mäh-Sommer.
Als wollte er mich versöhnen mit dem, was war.
Als gäbe er mir ganz bewusst nochmal Gelegenheit,
reflektive Momente unterwegs zu erleben, sie zu nutzen.
Erinnerungen erneut durchzudenken - aber im milden Licht
der tieferstehenden Herbstsonne vielleicht mit der
Möglichkeit, zu einem etwas sanfteren Fazit zu gelangen.
So, wie es sein sollte, kurz vor Abschieden.
Sich noch einmal mit einem Lächeln auch zu erinnern.
Und an Lieben, die einmal waren.
Oder an Lieben, zu denen es nie kam.
Es ist meine starke Überzeugung, dass man Menschen damit
ehrt und seine Liebe zu ihnen zum Ausdruck bringt,
wenn man oft an sie denkt, wenn man dabei Gutes
von ihnen denkt.
Wenn man dabei allein ist und es auch niemandem sagt.
Wenn man diese Zeit allein mit ihnen im Geiste verbringt,
sie ihnen somit schenkt. Immer wieder.
Wenn man dabei lächelt, aufrichtig lächelt.
Wenn man sie dabei im Geiste in den Arm nimmt.
So geht es mir, wenn ich an Dich denke.
Auch wenn Du es nicht mögen würdest, dass mir das stets
dann so geht, sobald Type O'Negative im Auto läuft.
Denn zu TON hattest Du ein schwieriges Verhältnis:
Du konntest sie nur hören, wenn es Dir ganz schlecht ging.
Und sie dann ihre Fähigkeit wie keine zweite Band nutzen,
Einen noch weiter bis nach ganz unten zu ziehen.
Aber manchmal brauchtest Du das.
Manchmal brauche ich das heute auch noch.
Das ganz-nach-unten-runtertauchen.
Um dann wieder emporzuschwimmen.
Zurück ans Licht.
Raus aus den Schatten.
Und an den Herbst und Dich und Dinge zu denken. Lächelnd.