21 Dezember 2023

Katzenklappekühlschrank

Diese Wohnung vorzeigbar zu machen dauert wesentlich länger als gedacht.

Habe gehirnintern mit einer Liste von Umständen und Dingen angefangen, die hier besser sind als in der vorherigen Wohnung. Unter Anderem bin ich nun sehr froh, Jeannie ihren etwas gewöhnungsbedürftigen Kühlschrank mit Flügeltüren doch noch abgekauft zu haben.

Erstens ist sein Fassungsvermögen unerwartet ordentlich, kann man nicht anders sagen.

Zweitens hat er eine Katzenklappe. Wenn Sie mal schauen möchten. 


Im Freundeskreis löste dieses Video gemischte Reaktionen aus - von „ist.das.geil!“ bis zu spürbarer Enttäuschung war alles dabei. Das GEIL kam von Menschen, die ihren Kühlschrank mutmaßlich ähnlich wie ich nutzen, die Tür wird also in 65% der Fälle zum Entnehmen für Milch für den Kaffee geöffnet. Oder für Bier. 

Die Fraktion der Enttäuschten warf ein, dass aus der Klappe weder die erwartete Katze noch Bier herauskäme. Was wiederum auch der Wahrheit entspricht.

Allerdings ist mein Bedarf an gekühlten Katzen aktuell gerade noch beherrschbar, meine Zeiten auf Melmak sind schließlich schon etwas her. 

Bleibt der Anwurf wegen des fehlenden Bieres. Den kaufe ich. Ich habe tatsächlich kein Bier im Kühlschrank. Der Cremant nimmt den ganzen Platz weg. 

Kommen Sie gut in die Feiertage!🎄

17 Dezember 2023

auf dem Mittelaltermarkt

Die Schwestern sind beide erkältungsmitteln krank, aber der Besuch auf dem Mittelalterweihnachtsmarkt um die Ecke ist Pflicht. 

Wir schlendern zu meinem Erstaunen bequem und ohne Gedränge von Stand zu Stand, selten stehen wir irgendwo länger an, eine Mittelalterkombo spielt schöne Stücke auf der Bühne. Es ist fein hier. 

Die Schwester zieht es zur Raeucherey, ein Zelt mit Keramiktiegeln voll heißen Sandes dank glühender Kohlen, darauf Harzstücke und allerlei Rauchpulver, die uns in ein schweres, intensives Aroma hüllen.

Die Liebste wendet sich den Waschessenzen zu, vor Allem handgemachten Seifen und ätherischen Ölen, es duftet nach Lavendel, Lapislazuli und etlichen weiteren Dingen, von denen ich als Mann noch nie gehört habe. 




Auf dem Weg zurück ins Parkhaus beschließt die Schwester der Liebsten frohgemut, dass wir jetzt noch knapp ein Jahr Zeit hätten, wenn wir nächstes Jahr hier zusammen unseren eigenen Stand haben wollten. Wir müssten uns jeder nur noch überlegen, was wir anbieten wollten.

„Also DU machst die Abteilung Raeucherey, ganz klar! Deine Schwester übernimmt den part für Badezusätze und Seifen und so Zeugs.“

Schwester: „ Klingt gut. Jetzt brauchen wir nur noch was für DICH. Was machst Du auf unserem Stand?“

Ich überlege kurz. Und dann, mehr im Spaß: „Steueroptimierte Altersvorsorgekonzepte!“

Schwester (nach einer Millisekunde) „Also Wahrsagerey!“

Na ja. Irgendwo hat sie schon Recht.