Es sind wahrlich zu wenige bzw. zu seltene Wochenenden,
die wir füreinander freischaufeln können für unsere Treffen.
In guten Jahren werden es 5, maximal 6 im Jahr sein,
in schlechten auch mal nur 4.
Aber drunter geh ich nicht.
Drunter geht es nicht, dazu brauche ich es zu sehr,
dazu tut es mir viel zu gut.
Und ich merke, wie ich nach ein bis eineinhalb Monaten
anfange, unruhig und innerhalb meiner Beziehung grober
zu werden, wenn es zu lange her war.
Wie Sie wissen, bin und war ich absolut NICHT der Auffassung,
dass man alles, was man im Leben braucht, aus seiner Beziehung
oder seiner Ehe oder sonstwas ziehen können müsse.
Genau genommen finde und fand ich es sogar ein bisschen frech,
das von seinem Partner verlangen zu wollen:
Es soll jeder geben, was er geben möchte - nur genau so viel.
Und es sollte jedem frei zustehen zu nehmen, was immer er
nehmen möchte und braucht -, und zwar wo auch immer er
es herbekommen mag. Punkt und Ende.
Die F+ kommt pünktlich am ICE-Bahnhof an.
Nach herzlicher, kurzer Begrüßung teile ich ihr unmissverständlich
mit, was meine Erwartungshaltung ist, sobald wir unsere Bleibe
für die nächsten drei Tage bezogen haben werden.
Sie grinst wissend. Sie kennt meine emotionale und sexuelle
Anspannung in dieser ersten Stunde- seit Jahren kennt sie das
und sie weiß, wie sie diese Spannung aufzulösen hat.
Der Vermieter des privaten Studios ist angenehm freundlich und
professionell distanziert. Das gebuchte "Romantik-Paket" erwähnt er
mit keinem Wort. Es ist "einfach da."
Seine Einweisung ist präzise und so kurz, wie ich sie mir wünsche,
bevor er sich zurückzieht und die Tür hinter sich schließt.
Ich bestücke den Kühlschrank mit den zuvor gekauften Kaltgetränken,
was ich offenbar derart zittrig tue, dass die Dame grinsend und ganz
ohne meine Initiative die Notwendigkeit eines ersten Entspannungs-
Services anspricht.
Sodann entkleide ich mich und begebe mich ins Wohnzimmer auf die
ausladene und leicht dekadente Ledercouch, von wo aus ich die
F+ anweise, mir ein Glas Sekt einzuschenken und sich dann vor mich
auf die Kissen hinzuknien.

[ mir gefällt dieser Swing, deshalb
habe ich daheim den gleichen.
Das Vierkantrohr oben drüber ist allerdings
eine wirklich gute Idee, die sollte ich
mir ebenfalls überlegen.]
die Räume und Einrichtung.
Ich habe schon die eine oder andere Studioeinrichtung gesehen
- diese hier gefällt mir ganz besonders gut, weil sie alles hat,
was ich auszuprobieren gedenke, aber auch gut außerhalb der
Spielzeiten toll "normal" nutzbar ist.
Und überdies ist sie erschwinglich, anders als
beispielsweise in der Stadt gelegene, nähere locations.
[ ich weiß, wie scheixxeteuer diese Stühle sind,
deshalb verstehe ich den Inhaber, dass er sich "nur"
die nicht-elektrisch-verstellbare Version von
StyleFetish gekauft hat - allerdings gibt es
auf diesem Planeten nichts Geileres
als die teure, vollelektrische Version davon]
[ eine der wirklich schöneren Spielwiesen,
die ich bisher sah. Der Gedanke an zusätzliche
weitere Beteiligte dort reizt mich zunehmend.]
im Westerwald verbreiteter als anderswo, wie man schon
an der auffälligen Dodge-Ram-Dichte auf den Straßen erkennt.
Der vor dem (tollen) Restaurant parkende Pickup vor uns
machte da keine Ausnahme. Fühlte mich kurz an meinen
letzten Nachbarn aus dem Schwabenland erinnert.
aber auch neu Ausprobiertem, und zu meiner Überraschung
votet die hinterher befragte F+ den Gyn-Stuhl als ihren
neuen favourite.
Das muss ich mir fürs übernächste Mal merken -
vielleicht finde ich irgendwo eine location, die die "große"
Version von dem Ding, hat.
Wahrscheinlich bekomme ich die Dame dann dort
gar nicht mehr freiwillig raus.^^
Aber die EINZIGE location, von der ich WEIß, dass die große
Version dort steht, ist auf der Ostseite von Baden-Württemberg...
[ es ist immer wieder zum Schmunzeln,
mit was für Erwachsenen-Brettspielen
solche locations bisweilen ausgestattet sind...^^]
Wir verbringen eine unglaublich tolle, innige Zeit miteinander.
Wir lachen viel, schmusen viel, vögeln viel, trinken viel,
und schaffen es zwischendrin in den Nächten sogar, eine
komplette Staffel FALLOUT auf dem TV zu gucken (ich bin nun süchtig)
sowie einige weitere Serienepisoden anzuschauen.
Für die Teamrunde am Montag morgen melde ich mich krank,
es ist aber keine, die mein disziplinarischer Chef uns eingestellt hatte.
Ich kann auch nichts dafür, dass unsere Führungsriege mit
schlafwandlerischer Sicherheit genau JENE wenigen Montagmorgende
als Teamstermine auswählt, in denen ich noch in der F+ stecke
und anschließend erst einmal heimfahren muss.
Wir verabschieden uns mit Kuss und Umarmung am ICE-Bahnhof
dann fahre ich los, komme staufrei an, parke ein,
schließe die Haustür auf. Die Liebste erwartet mich,
freut sich dass ich wieder da bin, umarmt mich,
möchte wissen wie es war und ob ich mich entspannt hätte.
Die leichten Ringe unter meinen Augen ersparen mir eine Antwort
und dann gibt es erstmal neuen Kaffee.
Nachmittags plane ich das nächste Treffen.
Ohne Studio diesmal.
Aber mit Sushi ♥.


