"Wenn das mit Deinem neuen Job hier bei mir dann klappt,
wird das aber nicht billiger als da, wo Du jetzt wohnst."
"Ich weiß. Ich beobachte den Markt schon seit Monaten.
Ziemlich gaga, was die Mieten angeht, selbst auf dem Land."
"Ich muss bis nächsten Herbst hier auch raus. Und ich kann
froh sein, wenn ich was unter tausend Euro monatlich bekomme."
"Das kann passieren, ja."
"Dann werde ich mir nicht mehr wie jetzt jeden Monat was
auf die Seite legen können, das ist dann vorbei."
"Dann mach das, so lange es noch irgendwie geht."
"Wir könnten uns hier auch etwas zusammen suchen..."
Es war klar, worauf das hier hat rauslaufen müssen.
Es hat mich nicht unvorbereitet erwischt.)
"Das möchte ich nicht. Ich mag es so, wie es jetzt ist.
Einer der Gründe für meine Scheidung lag darin,
zu wenig Zeit allein mit mir selbst gehabt zu haben.
Mir ist klar, dass wir mit getrennten Wohnungen alle beide
eine Menge Geld dabei liegen lassen werden.
Aber ich werde nicht zu einem netten Menschen,
wenn man mit mir 24/7 zusammen lebt.
Und unsere Beziehung zu behalten ist mir mehr wert
als die zusätzliche Miete."
"Das hatte ich mir schon gedacht. Ich wollte es nur noch
einmal angesprochen haben, weil es für mich ok wäre."
Erkenntnis des Tages:
Es ist ein stechendes Gefühl, den Träumen und Wünschen
anderer, womöglich geliebter Menschen ein Ende zu setzen.
Aber wenn es um "A oder B" geht, sollte man sich immer
für jene Variante entscheiden, von der man denkt,
dass man selbst damit glücklicher wird.
