Zwei Menschen haben heute Geburtstag, die mich sehr begleitet haben im Leben.
Der Eine ist Björn Ulvaeus und der wird heute 80.
Es ist nicht ganz klar, wieviele Tonträgerverkäufe insgesamt auf sein Konto gehen, aber es könnten sogar mehr sein als jene von Michael Jackson.
Keinesfalls aber sind es wesentlich weniger, und die Mehrheit davon geht natürlich auf die 8 Alben mit ABBA zurück.
Interessanterweise hatten er und Benny Andersson Ende der Neunziger mal in einem Interview gesagt, dass "das richtige Geldverdienen erst mit dem Musical (Chess) los gegangen sei", was zu Recht für einige Irritationen sorgte, angesichts der dreistelligen Millionenverkäufe von ABBA.
Ich fand und finde die Musik von ABBA einzigartig. Wahrscheinlich findet man jene Musik immer einzigartig, mit der man selbst aufgewachsen ist.
Mitten in die Scheidung meiner Eltern rein lief gerade die große Hochphase der Poluparität von ABBA, und das wahrscheinlich schönste Geburtstagsgeschenk meines Lebens war, zum 11. Geburtstag eine Cassette vom Album SUPER TROUPER zu bekommen.
Vorher schon war monatelang deren Musik in der Wohnung bei meiner Mutter rauf und runter gelaufen. Was zu den wenigen schönen Momenten bei ihr zählte.
Zurück zu SUPER TROUPER: Weiß der Geier, wie viele Stunden ich glücklich allein im Zimmer mit dieser Musik verbringen durfte.
Überhaupt, "durfte":
Schön, als Kind mit DIESER Musik aufgewachsen sein zu dürfen - und nicht mit dem, was heute Kinder anhören müssen.
Das Geschenk zu meinem 11. Geburtstag war auch das Beste, was ich je von meinem Vater bekommen habe. Jedenfalls aber das, was mich am glücklichsten von seinen Geschenken gemacht hat.
Und ach ja, er ist übrigens der andere, der heute ebenfalls Geburtstag hätte. Den 99sten.
Ostern: urbi, orbi et gestorbi. Der Papst ist zu seinem Zielort befördert worden. Was wählen die im Vatikan auch immer so Greise. Ist ja langsam wie in der US Politik. Oder früher bei den Sowjets. Erinnern Sie sich noch an die KPdSU-Epidemie in den Achtzigern? Breschnew-Andropow-Tschernenko?
Musste heute leider die blauen Eulen-Socken wegwerfen, weil sie auch nach dem dutzendsten Waschen nicht zu fusseln aufhörten. Verdammt. Ich mochte die Eulen.
Mit dem kleinen delay von 14 Monaten wieder angefangen mit dem Laufen. Der da war Schuld. Arschgeige ey, mir tut alles weh. Könnte natürlich auch an MIR gelegen haben. Weil ich statt der empfohlenen 300m lieber 5090m unterwegs war. Ich hör' halt so gern auf Andere. Nicht.
Lillet Rosé hat das Etikett und die Flaschenform geändert. Ohne ihren Hauptabnehmer vorher zu konsultieren. Ich bin außer mir. Eventuell haben die Idioten auch was an der Rezeptur gedreht. Kann ich aber noch nicht sagen nach lediglich einer Flasche.
Die Liebste wollte Blumen. Habe ihr daher vor Ostern was Kleines in ihr Teelicht gestellt. Bisher Tag 3. Noch merkt sie nix.
Beide Daumennägel habe ich erfolgreich wieder an den Rand des Ruins zerkratzt, nachdem sie schon fast wieder komplett gesundet waren. Das sind so meine J.D.Vance-Momente, wo ich völlig von allein Funktionierendes durch entschiedenes Handeln jedoch bar jeder Vernunft kaputtmache. Aber ich zahle ja kaum noch bar sondern mit Karte. HahaMörderwitz. Im Heimbüro an Maus und Tastatur hilft den Nägeln aber aktuell nur noch Eines.
Waren Sie neulich mal auf einem der unsozialen Medien unterwegs? Oder auch nur in dem, was uns als "Nachrichten" angeboten wird? Katastrophe, allesamt. Wir leben im Scheißozän und ballern zugunsten ein paar likes einen Wert des sozialen Zusammenlebens nach dem Anderen ab wie Schießbudenfiguren. Und der Ami wird immer bekloppter.
So gut wie nie träume ich sexuell, und falls doch, dann so gut wie nie von realen, begegneten Personen.
Und falls doch, dann nie bis zur konkreten Sexhandlung, sondern immer kurz vorher Ereignisse, Unfälle usw. gerade noch "rechtzeitig" vorher in den Weg legend.
Nicht so letzte Woche im Kloster. Nahezu ohne Ausnahme schlief ich dort toll.
Bis auf eine Nacht, wo ich morgens atemlos und aufgebracht aus dem Traum aufgewacht war und wo danach auch keinesfalls an ein erneutes Einschlafen zu denken war.
Die Hauptprotagonistin dieses Traums kannte ich gut. Von ihrem Aussehen her musste der Traum zeitlich vor ein paar Jahren gespielt haben.
Und er war sowasvon absolut unakzeptabel und verboten, dass es nach dem Aufwachen sogar einem moralflexiblen Menschen wie MIR schlicht den Atem verschlagen hatte.
Ein bisschen beängstigend, was der eigene Geist für Phantasien hervorzubringen vermag, wenn die rationale Kontrollinstanz ausgeschaltet ist.
Ich kann mich an keinen Traum der letzten Jahre erinnern, der so explizit, vollziehend, glücksvermittelnd, befriedigend und in seinem Miterleben so sirenenhaft süchtig machend war.
"Sie" war wunderschön, zart, weich, gut schmeckend, nahezu widerstandsfrei. Sie roch elfenhaft wundervoll und es gefiel ihr auf eine Art und Weise so sehr, dass man sich in ihr gelöstes und lächelndes Gesicht samt der geschlossenen Augen augenblicklich hätte verlieben mögen.
Aber das Ganze war derart verboten, dass meine Hände sich nach dem schreckhaften keuchenden Aufwachen sogar weigerten, mich selbst anzufassen.
Jetzt hoffe ich nur noch, dass der Lichtenberg Unrecht hat.
1. "Schweigen" fühlt sich anders an als lediglich „nicht reden“.
2. Wer schweigt, hört intuitiv auf, anderen Menschen ins Gesicht / in die Augen zu schauen.
3. Schweigen an einem Tisch mit mehreren Personen führt zu absolut undemokratischen Redeanteilen aller Beteiligten (nämlich jeweils 0%) - das ist eine Erfahrung, die Bewusstsein dafür schafft, wie schmerzhaft die normale gesprochene Alltagskommunikation davon abweicht.
4. Schweigen im Speisesaal führt zu einer viel langsameren und bewussteren Nahrungsaufnahme.
5. Die bewusstere und langsamere Nahrungsaufnahme führt zu achtsamerem und intensiverem Geschmackserleben.
6. Das ist angesichts der täglichen Qualitätsstreuung in der Qualität der Klosterkantine nicht an jedem Tag eine genusserhöhende Erfahrung.