[ So, das war's dann schon wieder,
ab jetzt werden die Tage kürzer und die Nächte länger.
Und ich hab die seit 3 Monaten neben mir
stehenden Fliegengitter-Türen noch nicht ausgepackt,
geschweige denn montiert.
Jetzt mal schauen. ]
22 Juni 2024
Screenshots 06.2024
20 Juni 2024
Rite here rite now
Heute Abend ist es soweit.
Und ich hab Karten!! 🤘
18 Juni 2024
6G (KW 24 | 2024)
gereist |
Mit zwei Schwestern im Gepäck nach Niederbayern zur Donau.
Nix Hochwassertourismus.
Mehr so antizyklisches Freizeit-verhalten:
Wenn alle Anderen ihre Buchungen absagen - fahr hin!
Ergebnis: Kaum Besucher egal wo wir hingingen.
Wetter weitaus besser als von den Vorhersagen völlig falsch
prognostiziert, Ebike-Spaß, perfekte Tagesplanung und an
einem davon in 3 Biergärten gewesen.
Und natürlich Donauwelle mit Bier genossen. Klar.
gesorgt |
Auf dem Feld gleich außerhalb meines Ortes saß immer
ein Pärchen Nilgänse beisammen.
Und nun - steht da nur noch eine.
Sie steht jeden Tag woanders, wenn ich heimkomme.
Aber sie ist jetzt immer allein. Es macht mich traurig.
geträumt |
Dass ich je schon mal so viel wie zur Zeit geträumt hätte,
daran kann ich mich nicht erinnern.
Und immer von Menschen, die ich einst kannte.
Nie von Menschen, die ich heute noch kenne.
Vorgestern um halb sechs morgens aufgewacht, weil ich kurz
zuvor von der kleinen Italienerin geträumt hatte, mit der ich
viele Jahre befreundet gewesen war und von der ich - wenn ich
mir heute ihre halb- und dreiviertelnackten Fotos ansehe-
nicht mehr recht verstehe, weshalb ich mal so scharf auf sie war.
Und von unserem Kuss.
Von diesem in meinem Traum absolut perfekten, leidenschaftlichen,
Münder ausfüllenden Kuss in engster Umarmung, der wie nichts
Anderes auf dieser Welt Innigkeit und Verbundenheit auszudrücken
vermag.
Schnell nach dem Aufwachen in meine Shorts gegriffen.
Puuh, zum Glück. Keine Erektion.
Bitte nicht, echt nicht.
gehört |
Das Album FROM HELL I RISE von Kerry King.
Erwartet hatte ich im Vorfeld lieber mal weniger:
Wenn einer 40 Jahre lang Musik für den größten
ThrashMetal-Sänger aller Zeiten geschrieben hat
(Tom Araya) und davon 30 Jahre lang mit einem der
größten kreativen Arschlöcher dieses Planeten Seite
an Seite auf der Bühne stand (Jeff Hanneman):
Was will der dann, 5 Jahre nach dem Aus für SLAYER,
noch groß veröffentlichen, mit sechzig?!
Von wegen. Der alte Mann geht richtig ab.
Die Band um ihn herum ebenfalls. Ich mag die Songs,
trauere aber immer noch Tom Araya nach.
Der neue ist auch kein unbekannter, und vor Allem
live macht er seine Sache wirklich gut - Mark
Osegueda ist ein guter Shouter, an dem ich bisher nicht
hängenblieb, auch weil mir die Musik seiner Band
DEATH ANGEL nicht zusagt.
Aber halt mal. EINMAL bin ich dem DOCH begegnet.
2017 war das, backstage im Longhorn in Stuttgart.
Und da war ich bisschen sauer, weil er die großbrüstige hübsche
Kleine auf die ich ein Auge geworfen hatte mitgenommen hatte,
weil die natürlich auch sehr viel lieber mit dem DEATH ANGEL-
Sänger als mit MIR Sex wollte.
Nachvollziehbar.
geloosed |
Gegen einen über siebzigjährigen Vertriebspartner
(Typ: Sky Du Mont) verloren.
Am Flipper!
Auch noch an einem meiner Lieblingsflipper!
Auch noch haushoch!
Das ist mit Pech im Spiel allein
nicht mehr zu erklären.
Das ist vollständiger Skillverlust, nichts minder.
Peinlich!
gekocht |
Die erste Erdbeermarmelade des Jahres.
Wobei mich der vorherige Hofmarkteinkauf von Erdbeeren
und weißem Spargel (hatte die Liebste sich gewünscht)
mich mehr oder weniger meines gesamten Wochen-
Taschengeldes beraubte.
Egal, wichtig ist, dass die Frau zufrieden ist,
Sie wissen ja: Happy chick, lucky dick.
Oder so ähnlich.
16 Juni 2024
vom peinlichen Moment
nicht wenigen peinlichen Momente zu erinnern.
Damit meine ich: An jeden. An sie alle.
Die zweite Klasse, Grundschule. Legendärer Tag.
An dem ich zu Unrecht für etwas beschuldigt und
vor versammelter Klasse von einer fremden Lehrerin
bloßgestellt wurde, die sich missachtet gefühlt hatte.
Mit genau einem Menschen in der ganzen Schule,
der mir glaubte: Meiner Klassenlehrerin.
Dann die Sache mit der Haustürklingel am allerersten
erzwungenen Mama-Wochenende nach der Scheidung
meiner Eltern. Da war ich vielleicht elf.
Bei der Großmutter, die ich nie zuvor gesehen hatte.
Und die oben aus dem offenen Fenster im ersten Stock
lehnend sah, wie ich ängstlich neben die Türklingel meinen
Daumen in die Hauswand presste, damit es nicht klingelt.
Damit es nicht klingelt, ich vielleicht entkommen könnte,
und damit die nächsten Stunden doch noch irgendwie
umgehen zu können, welche aber natürlich das Ausbleiben
der Türglocke und damit meinen Trick identifiziert hatte
und von oben unterkühlt und herrisch zu mir hinunter rief,
dass sie es bemerkt hätte, was ich da versuche.
Noch dutzende solcher Erinnerungen hab ich im Kopf in einer
"nicht wegwerfen, wird noch dringend gebraucht!" -Schublade.
Weiß der Geier, weshalb sie da liegen.
Wozu sie noch gut sein sollen.
Das Gute am Älterwerden (und davon gibt's gar nicht so viel)
ist, dass immer weniger neuer solcher Momente hinzukommen
in diese Schublade.
Schön zu spüren, dass Einem immer mehr immer gleichgültiger wird.
Aber auch schlimm zu erleben, dass immer weniger Spaß macht.
Neulich aber war wieder so ein Moment, der sich einen sicheren,
dauerhaften Platz in dieser Schublade gesichert hat.
Eine Frau, die ich leider nur ein einziges Mal (und da auch
nicht so richtig) geküsst hatte, was zudem auch noch zehnplus
Jahre her war, erzählte öffentlich von einer sexuellen Phantasie,
von ihrer Begierde für einen Mann.
Und weiß der Teufel was mich da geritten hat, aber plötzlich
fühlte ich mich damit gemeint, angesprochen, adressiert.
Geheimer Wunsch, wie ich vermute, ewig nicht mehr
ihr gegenüber auszusprechen getraut, kaum steuerbar,
alle Vernunftsicherungen wegschwemmend wie eine Flut.
Aber so ist das, wenn man sich plötzlich und unerwartet wertvoll
und begehrt fühlt: Man macht Unsinn.
In meinem Fall bestand der darin, sie direkt anzutexten
und sie in ähnlicher Art und Weise zu adressieren.
Und dann tatsächlich Tage (!) zu brauchen um zu kapieren,
dass es gar nicht um mich ging, nie hätte gehen können,
einer Fiktion aus einer längst vergangenen Zeit aufgesessen
zu sein.
Den Effekt, den das Ganze nun, Monate später, hat,
den mag ich:
Dieser -wie ich hoffe letzte- Anfall von Selbstüberschätzung,
von Übermut und Fehleinschätzung der eigenen Person,
der eigenen Attraktivität und Strahlkraft,
er hat mich vorsichtiger, demütiger werden lassen.
Es vergeht fast kein Tag, wo ich nicht an ihn denke,
wo die Kräfte dieser neu erlebten, neu verschalteten Sicherung
in meinem Kopf nicht greifen, wirken, steuern würden.
Ich spüre, wie diese Sicherung Gedanken in ihrer Entstehung
bereits absorbiert. Hätte es sie nur in vielen Jahren zuvor
schon gegeben, was wäre mir alles erspart geblieben.
Aber das Gefühl, was es auslöste:
Das ist, was ich ganz und gar nicht mag.

