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18 August 2025

von den 17 Kaffeetassen

 
Folgende Situation habe ich aktuell, und das erklärt
auch zum Teil meine aktuelle Stille hier im Blog:

Es gibt 3 Arten von Themengebieten, bei denen es eine
Schnittmenge gibt zwischen "worüber ich schreiben
könnte" und "worüber ich schreiben wollen würde".

Thema 1 kann ich hier nicht bringen, da zu kontrovers
- und außerdem sollte niemand bloggen, der das Echo
nicht verträgt - zu DEM Thema WILL ich aber kein
Echo. Wozu dann also verbloggen?

Thema 2 kann ich hier nicht bringen, weil es ein
einziger, in Fortsetzungen ergießender rant wäre,
über dieses Land und jene, die es regiert haben,
regieren und die darin leben.
Es liegt keine Freude in solchem Leseinhalt.

Thema 3 wäre hochinteressant für Sie,
fordert aktuell auch Zeit von mir ein,
aber eigene Dummheit bzw. Bekanntheit (was das
Gleiche ist) verhindern solcherlei content.

Und nur allzu selten verspüre ich derzeit Lust
auf Banales wie zum Beispiel Kaffeetassenbilder.

Wie ich damit künftig umgehe, kann ich noch nicht sagen.
Aber deshalb heute erstmal nur:

Ich lebe noch.
Und jetzt erstmal Kaffeetassenbilder.




















10 August 2025

6G KW 32 | 2025

 gewogen |

"You cannot manage what you cannot measure."

= Scheixxspruch aus der Gedankenwelt der Führungsebenen,
zutreffend hingegen für die private Gewichtskontrolle.

Die Langgedienten unter Ihnen werden sich vielleicht noch
erinnern an "NO MORE XXL", eine fast vergessene post-Reihe.



[ Wie ich erstaunt feststellen durfte, gab es sogar Leser,
die haben sich das damals AUSGEDRUCKT.
Und konnten es mir dadurch 
nochmal zusenden. ]


Und eine der damaligen Lektionen war, sich wirklich täglich
auf die Scheixx-Waage zu stellen. Hab ich auch durchgezogen.

Oder na, sagen wir: An 25 von 30 Tagen im Monat.

Es vermittelt ein wirklich gutes Gefühl dafür,  welche Ihrer
Verhaltensweisen sehr schnell zu keiner Gewichtsabnahme führt
und welche es eben doch tut.

Und da wäre ich nun (wieder) fast am Ziel.



Noch ein paar Meter weiter auf der Zielgeraden,
dann kommt die nächste Aufgabe:

Stellung halten. Um jeden Preis.
Könnte spaßig werden.


 gekocht  |


Marmelade ein.
Auf vielfachen Wunsch einer einzelnen Person (die Liebste).

Die ich im Gegenzug übrigens zu Frondiensten verpflichten konnte.

Nicht das, was Sie jetzt denken (okay, das auch.)
Marmelade gegen Sex?
Finde das einen total ausgeglichenen und auf gegenseitiger
Wertschätzung basierenden Handel.

Außerdem kennt man das Essen-gegen-Sex-Tauschprinzip
auch von anderen Primatenweibchen (Schimpansen, Bonobos, Kardashians).

Aber nein, ich konnte noch besser als Sex verhandeln:

Die Liebste führt nun eine -hier seit Langem schmerzlich vermisste-
EXCEL-Tabelle mit dem hiesigen Marmeladebestand!

Und übrigens waren dieses Jahr Erdbeere und Pflaume dran.









 gestiegen  |

Abwechselnd über Kater und Warenpakete, je nach Tag.
Um in meine Haustür einzukommen.




Problem bei den Paketen ist dabei, dass sie vorher BEISEITE
geräumt werden müssen.

Problem beim Kater ist dabei, dass der NUR beiseite geht,
wenn glaubhaft Aussicht auf einen Snack besteht.

Was uns eigentlich nicht mehr gestattet ist von seinem Frauchen
nebenan (Kater hat den BMI von Ricarda Lang und auch deren Gang).


 gehört  |

Neue Musik wurde ins Auto geladen und random abgespielt.
Mitfahrende zeigten sich irritiert.

Als hätte dazu mein Fahrstil nicht schon ausgereicht, tsstss.





 gescannt |


Mit der kleinen Verzögerung von etwas mehr als 23 Jahren
habe ich endlich angefangen, das Projekt "alte Fotos digitalisieren"
anzugehen.

7 Fotoalben sind schon im Müll gelandet und haben Platz
frei gemacht für...ok, Sexspielzeug.

Beim Einscannen (Handy) tauchten Bilder lang vergessener
Zeiten wieder auf.

Einmal ein Foto, was von mir aus dem vorausfahrenden Auto
geschossen wurde, mit erklärungsbedürftiger Beifahrerbegleitung.

Und eine alte Tankrechnung, die wehmütig erinnerte an Zeiten,
wo die ganz normale Lebenshaltung noch nicht
gefühlt 2,35 Vollzeitgehälter einforderte.




[ selbstverständlich kann man alles auch relativieren,
damit sich das Leben schöner anhört.

Bspw. Statistisches Bundesamt und andere
regierungslinientreue Orgelpfeifenmedien liefern
wöchentlich gute, belastbare Exempel dazu ab.

Hierzu ein Rechenbeispiel:

Die o.g. Spritmenge kostet heute
-in echtes Geld zurück gerechnet- DM 133,--.

==> Die Teuerungsrate über 24 Jahre liegt
also bei lediglich 2,919% p.a.


Fühlen Sie sich nicht gleich viel besser?! ]

 gestreichelt  |


Der mit Abstand häufigste Satz, den ich von Kunden in 
30 Jahren Außendienst-Vertriebstätigkeit gehört habe, war:

   "Ach! Das macht der sonst aber nie!?"


Letzte Woche begrüßte mich bereits gleich in der Bürotür
dieser "good boy" und ließ erst nach ausgiebiger Streichelrunde
von mir ab.




26 Juli 2025

ontime (offtime @France Résumé)


2 Tage zurück daheim, und schon ist der Erholungswert
aus 4 Tagen Städtetrip wieder beim Altglas.

Was halte ich für mich fest als "Résumé in 3 min Sprechzeit"
aus dem Kurztrip nach Frankreich?


  • wir haben 2 wunderbare empfehlenswerte Städe besichtigt
    (Colmar und Strasbourg) und deren Schönheit liegt nicht
    etwa in sonderlich sehenswerten Einzel-Spots, sondern Sie
    finden schöne Bauwerke und Szenen in fast jeder Straße.

  • Essen: ich kann prinzipiell nichts anfangen mit Bibbeleskäs,
    Sauerkraut, Baeckeofe, Zwiebelkuchen, Rehragout und Fisch.
    Blieben also als typisch lokale Gerichte für uns:
    Coq au vin, Flammkuchen, Gugelhupf und diese
    Fleischbrätschnecken, die schwäbischen Maultaschen nicht
    ganz unähnlich sind, außerdem Königinnenpastete.
    Und all das hatte ich schon wirklich besser gegessen als dort,
    wo wir jeweils eingekehrt sind.

  • Wirklich empfehlenswert sind die Stadtbesichtigungen mit den
    Mini-Zügen, die selbst durch engste Straßengässchen sicher
    manövrieren sowie die innerstädtischen Bootstouren.

  • Der Service in den Restaurants, Cafes, Eisdielen war oft so,
    dass man sich lieber self-service gewünscht hätte.
    Unsere Begleiterin aus den Emiraten war teils schockiert
    von dem robust-strammen Auftreten des Personals.

  • wir sind durch 2 Städte etwas über vierzigtausend Schritte
    gelaufen in den netto 3 Tagen. 

  • Parken des Autos war ein weitaus geringeres Problem als erwartet.

  • Wer einmal über die französischen Autobahnen gefahren ist
    (oder die dänischen / italienischen / österreichischen / ...)
    der kommt nie wieder auf die Idee, gegen ein generelles
    Tempolimit zu stimmen.

  • 5 Weine in 3 Lokalitäten probiert (Pinot Gris, Riesling, 
    Gewürztraminer, Muskat, nochmal Riesling).
    Sie waren ausnahmslos scheußlich.

  • am letzten Abend fanden wir das beste Restaurant, das leckerste
    Essen, den wärmsten, freundlichsten Service.

    In einem: Tibetanischen Mini-Restaurant mit 14 Stühlen.

    Nirgends saßen wir so ruhig wie in diesem besseren Imbiss,
    nirgends so freundlich und lächelnd der Service,
    Wein für 6-8 Euro das Glas, schöne Bierauswahl,
    Vorspeisen zum Reinlegen, Hauptgänge, von denen ich alles
    mal probiert habe. Es war einfach klasse.








( Ingwer-Tee mit Früchten.
Unglaublich gut, sehr hilfreich bei schwereren Speisen. )




( Willkommen zurück in Deutschland:

Wo wir mit deutschem Kennzeichen als Einreisende
raus gewunken und kontrolliert wurden.

Wegen: Meiner abgedunkelten Scheiben.

Und ganz bestimmt, weil illegale Migration
an offiziellen, mehrspurigen Grenzübergängen
stattfindet, und das ja ganz oft in deutsch-
Kennzeichen-Oberklasse-SUVs.

 Ganz klar.
Muss man Verständnis für haben.
Fucking Clownworld.)



( Hmm...was das wohl heißt ? )



( Lerngeschenk des Tages:

Sich NIEMALS auf Google Translate verlassen. )


07 Juli 2025

Die Rückkehr des Handwerk

[ Sie kennen vielleicht den dem post title
Falls nicht, werde ich Sie hier zwar nicht rügen
für Ihre 
Bildungsschwäche.

Schließen hingegen sollten Sie diese Lücke. ]


Samstag morgen, und es hatte sich nicht länger aufschieben lassen. 

Leider. Denn:
  • die Liebste hatte ihre engsten Freunde in mein Auto verladen, um
    mit ebenjenen übers Wochenende Trier und Luxemburg umzupflügen.

  • das Wetter war trocken, aber nicht zu heiß.

  • alle anderen to do's mit vorrangiger Prio waren schon abgearbeitet.

  • Noch einen weiteren Tag warten würde nicht gehen, da Bohr- und
    Hämmer- Arbeiten an einem Sonntag das Potential besessen hätten,
    die umgebende Rentnernachbarschaft aufzuwiegeln.
Es half alles nichts - ich musste raus auf die Dachterrasse.

Um endlich die dort SEIT MONATEN herumstehende, halbherzig und
unfertig missgelaunt zusammengefriemelte Rollmarkise fertig zu montieren.

Selbstverständlich hatte ich im Vorfeld WIE IMMER vergessen,
den schon recht altersschwachen Akkuschlagbohrer aufzuladen.

Was mir immerhin Zeit und Gelegenheit gab, die Montageanleitung
nochmal zu studieren.

Eine dieser Montageanleitungen aus dem Vorhof der Hölle:
  • Schriftgröße Arial 2,5
  • DIN A 5 Seiten
  • 7 Bebilderungen auf 1 Seite
  • Teilebeschriftung selbst mit Brille und Lupe mehr so ein Ratespiel




Nach intensiver Inaugenscheinnahme der Montageanweisungen
entschied ich,

a) die Verfasser dieses Pamphlets erst häuten und dann auf dem
     Dorfplatz HÄNGEN ZU LASSEN, sobald ich erst Kaiser bin.

b) heute kein einziges Loch zu bohren, da zu riskant.

Statt dessen entsann ich mich einer altbewährten Regal-Montagetechnik
aus Schwabenland-Zeiten:
Diese Technik stellt Effizienz- und Ergebnisorientierung in den
Vordergrund jeglicher Handwerksplanung und lässt sich subsummieren
unter der Maxime:
  • Warum festbohren, was Du auch kleben kannst? 
Gedacht, getan - die Tesa Powerstrips geholt und los gings!



Die Halterungen für die beiden seitlichen Stangen der Markise mussten
einmal oben über der Terrassentür und einmal unten vor der Terrassentür
positioniert werden - und zwar exakt lotrecht untereinander.

Was zum Ausmessen fehlte:    Ein Lot.

Was ich deshalb aus Weinverschluss, Küchengarn, Garnelenspieß
und Paketband bastelte:          Ein Lot.





Leider sind meine von Natur aus mitgegebenen handwerklichen
Fähigkeiten samt und sonders in der Rubrik "bemitleidenswert" verortet.

Daher darf es nicht verwundern, dass meine mit äußerster Sorgfalt
ausgemessene Distanz von 195cm zwischen den beiden Stangen
sich als um satte 10cm zu knapp bemessen herausstellte.

Wohl dem, der bis hierhin noch keine Löcher gebohrt hatte!
Manchmal weist mir die Vorsehung einfach den Weg, ich sags ja.

Das Einspannen der Rollmarkise oben zwischen den beiden Stangen
entpuppte sich nochmals als Herausforderung in der Qualität eines
Si­sy­phus­. Zumal sie explizit für ZWEI Personen beschrieben war.

Daher dauerte es auch nur schlanke 3,5h, bis die Stangen und die
Markisenrolle samt Halteelementen montiert und aufgespannt war.



Und die im Rahmen der auf "Spannung statt Bohrung" eingesparten
Montageelemente verbuche ich stolz unter Ressourcenschonung
und Nachhaltigkeit.

Wahrscheinlich bis zum ersten Herbststurm.


26 Juni 2025

first world problem

 



Der Gewichtsentwicklungstrend ist wirklich erfreulich.

Und dank der aufgewärmten Bratwurstschnecke letzte Woche,
in deren Folge mir so dermaßen speiübel wurde, dass ich
für 30h keinen Bissen herunter bekam und zusätzlich Gewicht
verlor, hat sich der Trend sogar nochmal beschleunigt.

Es wird langsam Zeit, sich ein Ziel zu setzen.
Ein wirkliches Ziel.

Und nach dessen Erreichen geht dann die eigentliche
Herausforderung los: Gewicht halten.

Die aktuell laufende Woche war denkbar ungeeignet
für solcherlei Überlegungen:

Montag - geplantes Treffen mit Frau Mirtana zum Essen

Dienstag - Tagung in der Zentrale. Mit Mittagsbuffet.

Mittwoch - Einladung zum Essen von 2 Geschäftsführern.

Donnerstag - große Sommerparty in der Zentrale. Buffet deluxe.

Freitag - Essen mit Nachbarn im Mittelalter-Burger-Restaurant

Samstag - Grillen bei Schulfreunden daheim

Sonntag morgen geh ich dann erstmals wieder auf die Körperwaage.
Weia.

Falls Sie die Wellen des Rheins also leise weinen hören:
Das bin ich.

24 Juni 2025