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26 Juli 2025

ontime (offtime @France Résumé)


2 Tage zurück daheim, und schon ist der Erholungswert
aus 4 Tagen Städtetrip wieder beim Altglas.

Was halte ich für mich fest als "Résumé in 3 min Sprechzeit"
aus dem Kurztrip nach Frankreich?


  • wir haben 2 wunderbare empfehlenswerte Städe besichtigt
    (Colmar und Strasbourg) und deren Schönheit liegt nicht
    etwa in sonderlich sehenswerten Einzel-Spots, sondern Sie
    finden schöne Bauwerke und Szenen in fast jeder Straße.

  • Essen: ich kann prinzipiell nichts anfangen mit Bibbeleskäs,
    Sauerkraut, Baeckeofe, Zwiebelkuchen, Rehragout und Fisch.
    Blieben also als typisch lokale Gerichte für uns:
    Coq au vin, Flammkuchen, Gugelhupf und diese
    Fleischbrätschnecken, die schwäbischen Maultaschen nicht
    ganz unähnlich sind, außerdem Königinnenpastete.
    Und all das hatte ich schon wirklich besser gegessen als dort,
    wo wir jeweils eingekehrt sind.

  • Wirklich empfehlenswert sind die Stadtbesichtigungen mit den
    Mini-Zügen, die selbst durch engste Straßengässchen sicher
    manövrieren sowie die innerstädtischen Bootstouren.

  • Der Service in den Restaurants, Cafes, Eisdielen war oft so,
    dass man sich lieber self-service gewünscht hätte.
    Unsere Begleiterin aus den Emiraten war teils schockiert
    von dem robust-strammen Auftreten des Personals.

  • wir sind durch 2 Städte etwas über vierzigtausend Schritte
    gelaufen in den netto 3 Tagen. 

  • Parken des Autos war ein weitaus geringeres Problem als erwartet.

  • Wer einmal über die französischen Autobahnen gefahren ist
    (oder die dänischen / italienischen / österreichischen / ...)
    der kommt nie wieder auf die Idee, gegen ein generelles
    Tempolimit zu stimmen.

  • 5 Weine in 3 Lokalitäten probiert (Pinot Gris, Riesling, 
    Gewürztraminer, Muskat, nochmal Riesling).
    Sie waren ausnahmslos scheußlich.

  • am letzten Abend fanden wir das beste Restaurant, das leckerste
    Essen, den wärmsten, freundlichsten Service.

    In einem: Tibetanischen Mini-Restaurant mit 14 Stühlen.

    Nirgends saßen wir so ruhig wie in diesem besseren Imbiss,
    nirgends so freundlich und lächelnd der Service,
    Wein für 6-8 Euro das Glas, schöne Bierauswahl,
    Vorspeisen zum Reinlegen, Hauptgänge, von denen ich alles
    mal probiert habe. Es war einfach klasse.








( Ingwer-Tee mit Früchten.
Unglaublich gut, sehr hilfreich bei schwereren Speisen. )




( Willkommen zurück in Deutschland:

Wo wir mit deutschem Kennzeichen als Einreisende
raus gewunken und kontrolliert wurden.

Wegen: Meiner abgedunkelten Scheiben.

Und ganz bestimmt, weil illegale Migration
an offiziellen, mehrspurigen Grenzübergängen
stattfindet, und das ja ganz oft in deutsch-
Kennzeichen-Oberklasse-SUVs.

 Ganz klar.
Muss man Verständnis für haben.
Fucking Clownworld.)



( Hmm...was das wohl heißt ? )



( Lerngeschenk des Tages:

Sich NIEMALS auf Google Translate verlassen. )


20 Juli 2025

offtime @France (pt. II)

Tag 2 in Straßburg.

Es war reiner Zufall, dass ich die beste AirBnB-Bude aller Zeiten erwischt hatte beim Buchen. Ich habe sicherlich 50 oder mehr AirBnB‘s in meinem Leben durch - das hier ist: Die Beste von Allen. Ich würde sie gegen kein Hotel in ganz Straßburg eintauschen wollen. 

Und zu Straßburg: Hier müssen Sie mal hin. Müssen Sie.

Inzwischen trifft die eine oder andere Textnachricht aus der Heimat ein. Sie verheißt einen tollen, heißen August. Eine emotionale und sexuelle Wetterprognose ganz nach meinem Geschmack. 

Falls es Ihnen noch nicht ganz klar war: Das Leben ist schön. Sobald Sie wollen.













28 April 2025

Rheinbrücke BN

[ Flashbacks habe ich seltener inzwischen.
Aber es gibt sie ab und an noch. ]


Der Abend am Rhein ist erheblich schneller
zu Ende als geplant, zumindest der musikalische Teil.

Das Klassikkonzert, auf das ich mich mit der Liebsten
gefreut hatte ("Die Musik von Hans Zimmer"), war in
Moderation, Stimmung, Orchester und vor Allem location
eine solche Enttäuschung, dass es schwer war, den Saal
wirklich erst zur Pause zu verlassen.

Vorsatz:
Nie wieder Brückenforum Bonn.

Auf dem kurzen Fußweg zurück zum Parkhaus sehe ich
an der Kreuzung ein nett beleuchtetes uriges Lokal.

Es wirbt mit "daumendicken Koteletts" auf der Tafel.

  Irgendwie zieht es mich dort hin.
   Irgendwas ist da.
    Noch weiß ich nicht, was.

Durch das getönte Fenster zur Straße hin schaue ich in den
Gastraum, als mich ein kleiner Schlag trifft und ich verstumme.

   Verdammt, ich kenne diesen Laden.

Da vorne links am tisch, der vierte nach dem Eingang.
Da saß ich schon einmal.

Vor 28 Jahren im Sommer.
Turtelnd, händchenhaltend, verliebt.

   Glücklich.

Auf eine Art glücklich die es nur 1x pro Leben gibt.

Die Liebste wird auf mein Schweigen aufmerksam,
wie ich ohne sie anzusehen links hinter meiner Schulter spüre.

Überlege kurz, ob ich da wirklich nochmal rein will.

Entscheide dann, dass ich genau deshalb da rein will.
Alte Wände wollen irgendwann überstrichen werden,
wenn es wieder frisch aussehen soll. 

"Lass uns übernächste Woche hier einen Tisch reservieren!"

Die Liebste schaut erst erstaunt und bald begeistert:

Sie hat in der Zwischenzeit die Speisekarte neben der
Eingangstür studiert.

Man bietet hier Rinderrouladen mit Kartoffelklößen
und Rotkohl
an. Ihre Zustimmung ist daher gesichert!

   Zwei Wochen später:

Ich sitze an dem Nebentisch jenes Tisches, der mich
vor fast dreißig Jahren erst zu einem sehr glücklichen
und dann zu einem sehr einsamen Menschen machte 
und trinke begeistert gutes Kölsch, während mich von
der Säule gegenüber ein Plüsch-Elch anlacht.

Alles hier und heute ist fein, es gibt keine schlimmen
Gefühle mehr, das Bier ist gut, der Laden halb besetzt
und daher nicht zu laut, das Essen ist -nach einer sehr
herausfordernden Wartezeit- einfach fantastisch.

Ein weiterer Abend mit Händchenhalten und gutem Essen
hat einen weiteren alten Geist vertrieben.









24 November 2024

best of: Rain's Morgenkaffees

[ Vielleicht haben Sie auch so ein
Ritual, auf das Sie sich freuen,
vielleicht gleich morgens?

Die erste Tasse Kaffee ist das bei mir - nicht nur
des Kaffees wegen sondern auch wegen der Neugier,
was Figuren ich heute wohl im Milchschaum finden werde? ]




[ Die müde kleine Ente ] 




[ Der Lurch ]



[ Der Rabe]



[ Die Frau im Kleid die unterm Mondlicht tanzt ]



[ Der Sensemann ]



[ Der Tiefseeanglerfisch ]



[ Das freundliche Lama ]



[ Das Entlein mit Wurm im Schnabel ]



[ Der surfende Donald Duck ]



[ Der Mount St. Helena ]



[ Der satte Fisch ]



[ Das Mitochondrium bei der Arbeit ]



[ Die singende Taube ]



[ ...ja, genau...  ]



[ Der Einhorn vom Rhein ]



[ Das gluckende Huhn ]



[ Das krakelende Junghuhn  ]



[ Das Haus Targaryen ]



[ Der Hasenkönig ]



[ Die brütende Schneeuele ]



[ Der blubbernde Oktopus ]



[ Der Haubentaucher ]




[ Die Wasserschildkröte ]



[ Der Froschkönig ]

01 November 2024

Schweinebraten

Es gibt mehrere Wege, eine etwas gestresste
bzw. auch leicht kränkelnde Frau wieder
ein bisschen "zugänglicher" zu machen.

Natürlich geht es um Sex.
Es geht IMMER um Sex.

Aber man(n) möchte natürlich AUCH,
dass es der Partnerin GUT geht,
stets, grundsätzlich, so an sich.

Einmal aus Gründen der Philantropie.
Dann noch auch aus Gründen ...ach,
das sagte ich ja schon.

Jedenfalls:
Ich bin ein einfacher Mann,.

Daher schien mir Schweinebraten aus dem Ofen
eine passable Maßnahme auf dem Weg zur
weiblichen Zugängl Genesung zu sein.


Da ich es nicht leiden kann, wenn Töpfe / Pfannen
/ Bräter nicht vollständig befüllt sind, war ich
in einem Anflug von Maßlosigkeit hergegangen
und hatte ZWEI Schweinebraten gekauft.

Mit dem TOTAL ÜBERRASCHENDEN Ergebnis,
dass natürlich keinerlei GEMÜSE da mehr in 
den Bräter rein passte.

Somit musste die bewährte "2-Bräter-Lösung" her.
Einer für das Fleisch (Ofen), einer für den Rest (Herd).



Gemüse schnippeln ist eigentlich die Hauptarbeit dabei.
Aber ich empfinde den Arbeitsgang als männerfreundlich,
da eines nach dem Anderen in Ruhe gemacht werden kann.

Und abgesehen davon muss man ja rechtzeitig im Vorfeld
den trockenen Rotwein auf Eignung überprüfen.

Einfach doppelt Suppengrün rein, passt immer,
wird hinterher ohnehin durchgesiebt und weggekippt.



Das Rezept war insofern eine Überraschung, als dass
es nahezu keinen Unterschied machte zwischen einem
Rinderbraten und einem Schweinebraten.

Das gefiel mir sofort.



Mit einer halben Flasche Rotwein und Bratenfond
aus dem Glas macht man nie was falsch, das ist
nahezu idiotensicher.


Doch dann ruft es Reaktionen hervor, wenn man
während des Kochprozesses Fotos davon im
WhatsApp-Status versenkt. Komischerweise aber
von KEINEM EINZIGEN Mann.

Kommt das nur MIR so vor, oder macht es
einen Mann in der Küche zu sehen Frauen ehrlicher?