30 Januar 2025

Screenshots 01.2025

 [ ...ist ja schon manchmal amüsant,
die Auswüchse in sozialen Netzwerken
anzuschauen. ' Hat ein bisschen was
von Dschungelcamp.

Kann mir aber für kein Geld der Welt vorstellen,
mich bei sowas wieder anzumelden.

Und falls doch, dann nur wegen Luna. ]



































28 Januar 2025

vom erneuten Anlauf (part 1)

 „Eine Angewohnheit kann man nicht aus dem Fenster werfen“,
sagte der berühmte Schriftsteller Mark Twain einst.

„Man muss sie die Treppe hinunterprügeln,
Stufe für Stufe.“



[ ...KI ist fürchterlich, oder?  ]


Mit 49 hatte ich mich auf mein Idealgewicht herunter gebracht,
die Veteranen unter Ihnen erinnern sich vielleicht. 

Also ICH erinnere mich super. Im Dezember 2019 entstand
nämlich mein Lieblingsselfie von mir. 
Und ich kenne alle meine Lieblingsselfies, weil eben im
Schnitt auch nur alle 3-4 Jahre mal EIN gutes Foto von
mir entsteht, gefolgt von Jahren der Diaspora. 

Halten Sie mich für einen selbstverliebten Narzissten, aber
in den letzten 3 Jahren habe ich öfter mal traurig dieses Bild
im Handyspeicher hervorgekramt.

Auf dem Bild war eine Zusammenfassung dessen zu sehen,
wenn man etwas RICHTIG macht und durchzieht. 

Im April damals hatte ich aus genau dem gegenteiligen Grund
einen Entschluss gefasst (ich sollte ein Foto für eine Kollage
zumailen und hatte trotz tagelanger Suche nicht ein einziges 
aktuelles vorzeigbares f*ck*ng Foto von mir gefunden).

Einen Monat darauf hatte ich bei einer Hochzeit die Liebste
kennengelernt, quasi also noch auf Altgewicht-all-time-high
- und bis heute ist mir ein RÄTSEL, wie ich SO diese Frau
für mich hatte begeistern können. 

Mit Teilfasten plus low-carb hatte ich es in 7+ Monaten auf
32 Kilo weniger geschafft und war damals überrascht. wie
leicht und aufwandsfrei das gelaufen war. 

Die Dokumentation dieser Zeit hatte -ein wenig zu sehr
braggy- damals im Vorgängerblog „Nie wieder XXL!“
geheißen.

Tja.
Damals.

Damals waren die Umgebungsvariablen freundlicher.

Noch war ich in den Vierzigern.

Noch hatte ich eine DINK-Ehe, mit 1/2 Lebenskosten pro Kopf.

Noch hatte ich einen 100% home office-Job, folglich freie
Einteilung, was ich wann essen würde.

Und vor Allem mit täglich genügend Zeit, selbst zuzubereiten
sowie mehrmals wöchentlich Fahrt zur Edeka-Salattheke plus
heißer Metzgertheke. 

All das hatte sich geändert vor 3,5 Jahren.
Wie mir erzählt wurde, hatte ich ziemlich rasch nach der
Trennung angefangen, es gründlich krachen zu lassen.

Also:
Nervenfutter statt Salat.

Mahlzeit-Uhrzeiten fernab eines Teilfastens.

Und vor Allem: Alkohol fast täglich.  

Was wiederum nächtliche Kühlschrankbesuche nach sich zog.

Plus 750km an 3/4 Wochenenden privat. 

Plus Stress,
privaten und sehr harten Anfeindungen,
Rausschmiss aus der Wohnung,
hektischen und ernüchternden Wohnungsbesichtigungen,
langen Arbeitstagen am Rechner,
Jobwechsel zurück in den -sehr weite Strecken fahrenden-
Außendienst.
etlichen Hotelübernachtungen mit Abendgastronomie,
zwischendurch Notarscheiße, Anwaltsschreiben, Scheidung,
Chefwechsel und nicht eingelöste Versprechen im Job,
zwischendurch immer wieder Bewerbungen,
immer wieder Absagen,
erneuter Chefwechsel,
erneut mehrmonatige frustrierende Wohnungssuche,
teurer Umzug,
trallala.

Ich will nichts entschuldigen, aber es war ein bisschen
was los gewesen die letzten 40 Monate.

Long story short:

In dieser Zeit hatte ich es geschafft, mich bis auf 95%
meines Ausgangsgewichtes zurückzufressen und -trinken,
wie der nach Monaten erstmalige Gang zur Körperwaage
Ende Dezember letzten Jahres schockierend feststellte.

Einen zaghaften eineinhalbwöchigen Versuch hatte ich im
Spätherbst schon mal unternommen:

Da hatte ich kurz probiert, ob ich mit den „alten Maßnahmen“
wieder einen so motivierenden Anfangserfolg würde erreichen
können.

Und der war scheppernd in die Hose gegangen.
Gar nichts hatte sich auf der Waage getan damals.

Offenbar funktionieren Dinge mit MiFü nicht mehr
so gut wie mit U50. Wie überraschend.

Und was tut man, wenn bisher angewandte Programme nicht
mehr funktionieren?

Man wirft sie über Bord.
Und fährt stärkere Geschütze auf. 

*Fortsetzung folgt*

26 Januar 2025

Ein Brief an die Vorstände




Liebe Vorstände,

in der Zeit seit Anfang der Nullerjahre habt ihr uns organisatorisch
und disziplinarisch 8x umstrukturiert.

Ich hatte für einen in 22 Jahren ähnlich gelagerten Job
9 verschiedene Visitenkarten und genieße seit Januar
meinen nunmehr 11. Vorgesetzten in neuer Funktion,
dazu später mehr.

In diesen 8 Umstrukturierungen habt ihr uns 3x ausgegliedert
aus unseren regionalen Arbeitsgebieten und Eure Nachfolger
haben uns 3x wieder zurück eingegliedert.

Ganz bestimmt waren alle diese Änderungen sinnvoll und profitabel.
Ganz bestimmt.
Andernfalls hättet ihr und alle Eure Vorgänger sie ja nicht gemacht.

Mit der Umstrukturierung 2025 jedoch habt ihr einen Bock geschossen,
wie er selbst von Euch in Eurer von Kurzfristigkeit geprägten Fokussierung
nicht zu erwarten gewesen wäre.

Nachfolgend skizziere ich, weshalb das diesmal so ist und was in den
nun folgenden 10 Monaten chronologisch passieren wird:

  • Ihr reißt bundesweit zwei Dutzend hochspezialisierte und
    hochmotivierte Fachkräfte aus ihrer Spezialisierung heraus
    und schult sie um in einen Bereich, den IHR wollt, aber keiner
    der Betroffenen.

  • Damit setzt ihr uns vom Level "Top-Spezialist" in den Augen
    unseres Vertriebes zurück auf das Level "Beginner/Amateur".
    Das wird für Eure eigenen Zahlenreportings nicht gut ausgehen.

  • Ihr selbst werdet u.a. vergütet auf Basis einer Bilanzkennzahl
    namens APE. Das dafür erfolgskritische Verkaufsprodukt kann
    von Eurem Vertrieb nicht allein beraten und verkauft werden,
    wird aber seit diesem Jahr von Niemandem mehr vor Ort im
    Verkauf betreut.
    Das wird Auswirkungen haben auf Eure Vergütungen.

  • Die Begründung dafür:
    anstelle qualifizierter Anlageberatungen mit unseren Kunden aus
    dem Bereich Hochleistungs-/Spitzensteuersatzerbringer unserer
    Gesellschaft im Alter 50-60+ sprechen wir ab jetzt mit den
    16-19-jährigen Azubi- und den 25-jährigen Studenten-Töchtern
    von denen, oft mit antikapitalistischer Grundhaltung, dafür aber
    mit umfassenden Weltverbesserungswissen und ebenso umfangreichen
    Vorschlägen, die UNS als "alte weiße Männer" exakt SO anschauen,
    wie sie ihre Väter anschauen.

  • Hinzu kommt: Ihr habt vergessen, dass Eure Vertriebspartner im
    Durchschnitt 54 Jahre alt sind, bundesweit.
    Die von Euch nun avisierte Zielgruppe ist 16-25 Jahre alt.
    Das wird aus vertrieblicher Sicht schiefgehen.

  • Eure eigenen Führungskräfte der mittleren Ebene wissen um all das
    und vertreten Eure Strukturänderung nut mit geballter Faust in
    der Tasche.
    Niemand stützt Euch aufrichtig. 

Nun zum zeitlichen Ablauf dessen, was kommen wird:

  • Ende April werdet ihr erstmals über "echte Zahlen" aus dem
    Vertrieb verfügen, welche nicht verfälscht sind durch Jahresende-
    Überhangsgeschäft (das 2024 sehr gut war).
    Diese Zahlen werden in den relevanten Positionen einen merkantilen
    Abwärtstrend zeigen aus den o.g. Gründen.

  • Darauf werdet ihr mit Bestandsprofitabilisierungs- und Vertriebs-
    Maßnahmen reagieren. Seite 3 aus dem normalen Standardlehrbuch
    für Unternehmensberatungshäuser halt.

  • Bis Juni/Juli wird hier keine relevante Verbesserung eingetreten sein.
    Der Vertrieb wird das mit Sommerferien und dem schönen Wetter
    wegargumentieren, weil das bisher noch jedes Mal geklappt hat.

  • Ihr werdet das mit neu aufgesetzten Controlling-Maßnahmen
    quittieren (Exceltabellen befüllen, neu erstellte bis zu Termin tt.mm.
    abzuarbeitende "Potenziallisten", Druck auf die mittleren Führungs-
    kräfte),  weil das bisher noch jedes Mal geklappt hat.

  • weil auch Stand September keine Eurer Maßnahmen so RICHTIG
    gegriffen haben wird (bedenkt, dass erstens niemand auf Eurer
    Seite steht und zweitens alle "hier unten" eine Gehaltsgarantie für
    2025 haben), verfallt ihr zu Recht langsam in Panik.
    Dann werdet ihr direkt, an uns vorbei, auf die größten Vertriebspartner
    zugehen und denen Zusatzprovisionen und Incentives und
    Sales Contracts in den Arsch blasen für Abschlüsse,
    die zu 85% sowieso gekommen wären.

  • Das wird kurz zu einem Anstieg des Geschäftsvolumens führen,
    der Euch befristet fälschlicherweise den Eindruck vermittelt,
    ihr hättet recht und richtig gehandelt.
    Dass die ganz dicken Fische unter den Vertriebspartnern nur auf
    diese eure Panik gewartet haben, merkt ihr dann im:

  • November.
    Anfang November wird sich herausschälen, dass das Jahr definitiv
    unter dem Vorjahr performen wird.
    Daraufhin wird sich unsere Aktionärsmutter im Ausland zu einem
    außerregulären Besuch in Deutschland ankündigen.
    Genau genommen werden es der CFO und der Chief Controller
    für die Weltgruppe sein.
    Die Fragen, die sie stellen werden, werdet ihr nicht mögen.
    Und SIE werden Eure ANTWORTEN nicht mögen.

  • Da Eure Antworten auf die Fragen inhaltlich so ausfallen werden,
    wie die Antworten Eurer Vorgänger auf Fragen zu zweifelhaften
    Entscheidungen seit 2000 auch schon ausgefallen sind, wird unsere
    Aktionärsmutter mit einer gewissen Absehbarkeit SO reagieren,
    wie sie das auch schon in den letzten 25 Jahren getan hat.
    Es wird Euch nicht gefallen.
    Einige von Euch werden mit Dank für die guten Dienste ersetzt.

  • Ihre Nachfolger sowie die von Euch servil Verbliebenen werden die
    Arbeiten zur erneuten Restrukturierung I/2027 umgehend in die Wege
    leiten und zu 09/2026 offiziell als Profilschärfung, Potenzial-
    fokussierung und noch bessere, passgenauere Betreuung Eures
    Vertriebes und unserer zukünftig anvisierten Kundengruppen verkaufen.



[ AI never ceases to amaze me ]