Willkommen in meinem Dachgeschoss.
Ich mags im home office ein bisschen nuttig.
Wie Sie sehen.
Aber etwas Anderes hatten Sie auch nicht von mir erwartet.
Willkommen in meinem Dachgeschoss.
Aufgewacht aus einem erneut wilden Traum.
Viele Menschen waren in meinem Wohnzimmer
gewesen, ich saß im Kreise von Unbekannten und
Bekannten.
Wie fast in jedem meiner Träume war auch die
Ex-Frau mit dabei. Wie ebenfalls in fast jedem meiner
Träume unterhalten wir uns ganz normal.
Ich frage sie, wie sie in ihrer neuen Funktion im Job
zurecht komme, ob es viel Fahrstrecken zu bewältigen gäbe.
Sie antwortet nicht.
Da beugt sich unser Ex-Vertriebsvorstand aus seinem Sessel
vor und fragt, ob er einen Espresso haben könnte.
Ich lasse durchzählen, wer noch alles einen Espresso haben
möchte und dann gehe ich in die Küche.
Dort steht die Exfrau schweigend neben mir und starrt mich an.
In diesem Moment geht der Handywecker der Liebsten an.
Frau Schachtldaifal schrieb heute nebenan, dasss Glück darin
bestehen könne, sich Neuem zu öffnen, mutig voran zu schreiten.
Also denn:
Überlassen wir es den Träumen, sich an Altem abzuarbeiten.
Wir können es ohnehin nicht vermeiden, daher: Nutzen wir
die Aufarbeitung von Altem, sobald unsere Augen zu sind.
Und sobald sie offen sind, lassen Sie uns nach vorne schauen,
in die Gegenwart und Zukunft. Und voranschreiten.
Und sollten Sie auf diese Art und Weise "Glück herzustellen"
als etwas anstrengend empfinden (so wie ich zur Zeit es tue):
Seien Sie dankbar.
Seien Sie sich bewusst, wie GUT Sie es haben.
Und dafür reicht bisweilen der Blick aus dem Fenster:
Vorgestern schaue ich aus meinem Dachfenster und
gegenüber steht der Rettungswagen vom Roten Kreuz.
Der Mann, der dort lebt, ist exakt mein Jahrgang.
Er lebt allein, bzw. genauer: Bei seiner 80+ Mutter.
Die IHN pflegt bzw. versorgt.
Er war wohl mal in einer Beziehung.
Aber das war einmal.
Nun ist er allein mit seiner Mutter.
Seit sie ihm ziemlich großflächig den Tumor aus dem Kopf
rauslasern mussten und dabei nicht zimperlich sein durften,
ist er langsam geworden im Denken, Sprechen, Handeln.
Und dann sind sie wieder am Start, die epileptischen Anfälle,
die seine alte Mutter immer seltener allein zu bewältigen vermag.
Daher der Rettungswagen.
Wie oft wohl noch, bis der orange-weiße Wagen gar nicht mehr kommt?
Wer noch bangt dieser Tage um einen Angehörigen,
eine Mutter, einen lieben Freund?
Also, falls nicht:
Seien Sie gewiss - Sie haben es gut.
Schnee und Kälte gibt es immer im Leben.
Aber übersehen Sie nicht das Kleeblatt dazwischen.
Anderes Beispiel: Unsoziale Medien.
Nutze ich außer Blogspot nicht mehr.
Nada, null.
Habe immer noch die Befürchtung, mein Vater gräbt sich
aus der kühlen Tiefe wieder aus und steht dann
tropfend und faulend an Weihnachten vor der Haustür,
wenn er mitkriegt, dass sein Sohn so eine den Intellekt
beleidigende Scheixxe konsumiert, trotz seiner sicherlich
mehr als aufopfernden Erziehungsbemühungen.
Für so was habe ich: Meine Freundin.
Wenn es was Interessantes gibt, das Anzusehen sich lohnt
(also Reels und Shorts von: Hunden, Katzen, Hamstern,
Sittichen, Robben, Straußen und kleinen Möchtegern-
Online-Prostituierten), dann zeigt sie mir das.