30 Juni 2023

vom nie vergessen

 
Es gibt Dinge, die vergisst man nicht. Nie.

Erstaunlich viele Dinge wurden mir schon vorgeworfen,
vergessen zu haben. Was mich wirklich erstaunt hat.
Dass das nämlich stimmte.

Vielleicht waren sie mir nicht wichtig genug?
Das könnte sein.
Ich kann es nicht mehr sagen, ehrlicherweise.
Ich weiß einfach nicht, weshalb ich mich nicht
an Dinge erinnere.

Aber es gibt Dinge, die sind vor meinen Augen, 
meinem Herzen, meinen Fingern, als seien sie
gestern gewesen.

Hin und wieder stolpere ich über sie.
Und ein Lächeln, nur für mich allein, ist meine Art,
sie zu ehren und im Gedenken zu halten.






28 Juni 2023

vom Farnrad

 
Bis vor Kurzem wusste ich auch noch nicht,
dass es so was wie ein FARNRAD gibt:

Aber Besuch bei alten Freunden belehrte mich
eines Besseren^^.


Sieht so aus, als sei ich nicht der einzige, der monatelang
nicht auf sein Fahrrad draufhockt.

26 Juni 2023

von Leipzig und dem Spreewald


Unser eineinhalb-Wochen-Urlaub war sehr nach meinem
Geschmack geplant:
  • 2 Ziele, somit zwei verschiedene Orte und Unterkünfte
  • mit dem Auto erreichbar
  • in Deutschland
Es sollte erst ein paar Tage nach Leipzig gehen (Konzertkarten)
und anschließend in den Spreewald.

Mein vierter Aufenthalt in Leipzig brachte etwas mit sich,
was wohl nicht mehr länger auf sich hatte warten lassen können:

So wie es mit all jenen Dingen geht, von denen man erst
angetan, dann begeistert ist - und je besser man sie 
kennenlernt, desto geringer wird das Potenzial für weitere
Begeisterung und desto wahrscheinlicher wird das Potenzial
für kleine (und größere) Enttäuschungen.

Unser Aufenthalt in Leipzig war sorgfältig geplant und unsere
Vorhaben strategisch getimed - so, wie ich es mag.
Es gab eine kleine Liste mit Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten,
die wir uns vorgenommen hatten.

Wir hatten in L richtig gutes Wetter, haben alle Aktivitäten geschafft
und hatten eine wirklich gute Zeit.


Aber es gab auch jeden Tag Erfahrungen, die Wasser in den
Urlaubswein gegossen hatten.

Das Hotelzimmer: Diesmal ohne Zimmerreinigung (auch nicht
optional) und nachts wirklich laut.

Die Bootsfahrten durch Leipzig: Launige Kapitäne mit
breitsächsischen Schnodderschnauzen, teils unflätig,
Kegelclubpublikum und angeschickerte JGA-Mädels kurz vor
40 inklusive.

Die Ausstellung im Panometer zu 9/11: Hatte fast nichts mit
9/11 zu tun und kann als politische Agitation pro Asyl bewertet
werden, gepaart mit einem wenig verhohlenen Antiamerikanismus
und einer Prise Antizionismus. 

Die Lokalitäten, in denen wir gegessen und getrunken haben:
Teilweise eiskalte Klimatisierung, teilweise unverschämte Kellner,
teilweise ignorante Bedienungen, die Speisen maximal "gut".

Die Konzerthalle, die wir besucht hatten: Eine absolute Frechheit,
es waren bereits vor Konzertbeginn sicherlich über 40°C da drin.
Tausende standen draußen, wir brachen noch vor der Zugabe 
unseren Besuch ab.




Die Straßen: Schon nicht mehr so ganz so sauber wie in den
Jahren zuvor. Das kann aber auch am exorbitanten Besucherstrom
gelegen haben - es war das Bach-Feierlichkeiten-Wochenende.

Die Viertel, die wir dieses Mal mit dem Auto raus gefahren sind:

Schon nicht mehr ganz so gut erhalten und gepflegt, auf dem Weg
in den Spreewald sind wir nordostwärts aus der Stadt raus, und ich 
habe mitgezählt:
Auf einer Strecke von 2,3km habe ich nicht ein einziges Geschäft
mit deutschen Buchstaben oder Namen gesehen.

Um die Kreuzungen, herum an denen wir angehalten hatten, stand
aber auch niemand, der dort etwas hätte einkaufen können oder wollen.

Somit waren die 4 Tage in L genau richtig bemessen - einen weiteren
Tag zu füllen, wäre möglich gewesen, aber nicht mehr erstrebenswert.





















Wie wohltuend im Direktvergleich da die Zeit im Spreewald war.

Die Kahnführer: Nett und informativ. Sprachlich verständlich zudem.
Daher waren wir auch jeden Tag Kahnfahren.

Die Unterkunft: Angenehm urig und ossig.

Das Essen: Überwiegend eine Freude, und ich hätte gar nicht gedacht,
dass ich auf so viele Gurken-Produkte stehe^^. Preiswert zudem.

Die Menschen: Leise und freundlich, aber irritierenderweise lächeln
sie dabei nicht. 

Die Luft, das viele Grün, die unzähligen Wasserwege, die morgendlichen
Vogelkonzerte, die Stille und die Menschenentleerheit der Gegend...
all das hat mir sehr gutgetan.

Zwar haben wir den Altersschnitt der Besucher dort deutlich gesenkt.
Aber das muss ja nicht immer ein Minuspunkt sein.

Der Spreewald geht in meinem internen Ranking als klarer Sieger
aus diesem Urlaub hervor. Lübbenau sogar noch vor Lübben.
Sicher komme ich dort wieder hin :-).
























25 Juni 2023

...and mushrooms for all

 
Zu wahrscheinlich wenigen Musikalben gibt es so zahlreiche
private remixes, roundups, mashes und Neuinterpretationen
wie von Metallicas 1988er AND JUSTICE FOR ALL.

Allein die Diskussionen rund um die damals mehrmals
herausgemischten Bässe beschäftigt die Kommentierenden
unter den Videos bis heute (so auch der erste Kommentar
unter dem unten verlinkten Video).

Schon deshalb lohnt sich das Herunterladen der neuen,
privat neu abgemischten Versionen der 1988er songs.

Unter vielem Anderen hat ein Typ namens Marwin Swag
die Alben von Metallica (und anderen) in den Sound der
SUPER MARIO BROTHERS Spieleserie und in jenen der
SEGA GENESIS Konsole im Stil der 16-bit-Ära übertragen.

Die Musik klingt hiernach wie der Soundtrack in einem
Achtzigejahre-Videospiel, wirkt aber ...unglaublich.^^

Definitiv ein YT-Kanal, in dem man sich stöbernd verlieren kann.