Ich arbeite aber schon an frischem Titten-content,
also sorgen Sie sich nicht! ]

einer Demokratie besteht im Alltagserleben der
Bürger im Wesentlichen darin, dass man in einer
Demokratie wählen darf, bevor man den Befehlen
gehorcht.
Man sucht sich also gewissermaßen die künftigen
Richtlinien- und Werte-Setzer aus in der Hoffnung,
sie mögen für die Mehrheit der Bevölkerung
(oder wenigstens für einen selbst) die richtigen und
geeigneten Entscheidungen treffen.
Politik in diesem Sinne ist Service am Souverän,
dem Volk.
Mit Blick auf das von der Politik angebotene Service-
Personal:
Haben Sie den Eindruck, repräsentiert zu sein?
Stimmen Sie der Aussage zu, die wichtigen Probleme
und Herausforderungen seien dort erkannt?
Falls Sie das im Großen und Ganzen bejaht haben:
Werden die Ihrer Ansicht nach geeigneten Maßnahmen
ergriffen?
Werden sie in einer der Sachlage dienlichen Art und Weise
umgesetzt und budgetiert?
Falls Sie sich nicht zutrauen, das vollumfänglich
bewerten und beurteilen zu können:
Wo könnten Sie sich schlau machen?
Wo könnten Sie Informationen beziehen, die ausgewogen
und werturteilsfrei alle Aspekte und Argumente auflisten?
Ich meine - Sie könnten ja nachvollziehbar einen erhöhten
Bedarf an pluralistischer Meinungsbildung haben:
Die Welt wird immer irrer, die Reichen immer reicher.
Der Kampf um die verbliebenen Rohstoffe hat längst
begonnen, wie Sie an Europas Grenzen aber auch an jedem
anderen Ort täglich sehen könnten, wenn man es Ihnen
täglich zeigen würde.
Die Eliten setzen immer unverhohlener Politikmarionetten
und nackte Gewalt ein zur Wahrung Ihrer Interessen und
lassen immer neue Regelungen erschaffen, die völlig legal
(und schön gewaltfrei) Mitbewerber aus dem Markt drängen
und die einzig und allein dem Ziel dienen, bestehende
Wohlstandsverteilung zu zementieren und auszubauen.
Wo würden Sie sich denn informieren wollen, hierzulande?
Bei den Journalen und Tageszeitungen?
Die alle im Besitz von vielleicht 4 Familien- und Investoren-
konsortien sind?
Bei den ÖR-TV-Sendern, deren Gremienbesetzung selbst
jahrzehntelange Mitarbeiter stutzig werden lässt?
Wenn Sie Tageszeitungen im deutschsprachigen Ausland
lesen, stellen Sie fest: Die kommen bei gleicher Sachlage
zu völlig anderen Interpretationen dessen, was hier in
diesem Land passiert, und das parteifarbeübergreifend.
Dass Meinungsfreiheit und Wertestandards in D auf einem
schnell fallenden Ast hocken, erfahren Sie wöchentlich.
Sie halten ARD und ZDF für "noch einigermaßen
akzeptable" journalistische Quellen?
Lesen Sie Menschen, die jahrzehntelang für die
gearbeitet haben. Und es nicht mehr tun,
Zurück zur Politik.
Wie geht die Politik um mit dem Verlust von Anstand,
von Werten, von Sicherheitsgefühl?
Sie ergreift Maßnahmen zum Schutz davor.
Für sich selbst. Nur für sich.
Eine Riesendiskussion war das, 2024:
"Wie kann man Politiker besser schützen?"
Da musste ich fast lachen. Kein Wort davon, wie der
ganze REST der Republik besser geschützt werden könne.
Missliebige Positionen? Werden sekundengenau
terminlich passend zu Extremismus deklariert.
Private Meinungsäußerung auf FB, von Mitt-70er-
Renterinnen ohne relevante Reichweite?
Wird zu "Aufstachelung des Volkes zu Hass und Straftaten"
aufgebauscht, auch wenn davon mit keiner Zeile was stand.
Bildsatire /Fototextmanipulation über die ex- Innenministerin?
Bringt jetzt 7 Monate auf Bewährung.
Verfolgung von Meinungspublikation?
Soll es künftig auch dann schon geben, wenn die
Strafbarkeitsgrenze noch gar nicht erreicht ist.
Ok - wenn es also nicht strafbar ist, wer legt dann fest,
ob verfolgt wird und wer? Raten Sie!
Denn klar ist: Es gibt Bestrebungen, komplett (aber
erst in der Berufung!) freigesprochene Menschen wie
Anabel Schunke doch noch an den Kragen gehen zu können
- und wenn nicht mit dem Strafrecht, dann künftig eben anders.
Anabel Schunke: Prozess um Volksverhetzung – Landgericht spricht Journalistin frei - WELT
Wenn Sie das Alles so lesen: Woran erinnert Sie das?
Und das, woran es Sie erinnert? Gefällt es Ihnen?
Ist das schon Volksverhetzung?
Ein Urteil wie aus einer Dikatur
Aktuelles aus Journalismus und Politik - ... meint Peter Welchering

Und nun?
AntwortenLöschenWelchen "Medien" soll man glauben?
Mit der "WELT" z.B. habe ich da so meine Probleme ... (Nannte man sie nicht einmal die "BILDzeitung für Akademiker"?)
Welche Redaktionen (TV/Radio/Print) vermitteln lediglich Fakten?
Und: Sind nicht die "Sozialen Medien" (Ich könnte für diese Eindeutschung regelmäßig k*tzen, wenn ich sie höre oder lese) die Wurzel für das größte "Elend"? Das dort ungefilterte, unkritische Konsumieren und die Verbreitung der dort geäußerten Meinungen?
Hat man nicht immer öfter den Eindruck, "Denken" oder "Nachdenken" würde bei dem Großteil der Menschen wohl (Kopf-)schmerzen verursachen?
Ich - für meinen Teil - versuche, mich breitgefächert zu informieren. Und Meinungen (auch meine!) sind Meinungen. Keine Tatsachen. Das sollte man sich immer wieder bewusst machen. Das Erkennen des Unterschieds (Sind das nun "Meinungen" oder "Fakten"?) ist doch die Herausforderung ...
War das nicht Volker Pispers, der den Spiegel als Bild-Zeitung für Akademiker, bzw. die "Intellektüllen", bezeichnet hat? Wobei ich mit Dir d'accord gehe: mit der WELT habe ich ebenfalls Probleme, die machen mittlerweile fast ausschließlich Meinungsjournalismus, gute Recherchen findet man dort eher nicht. Nun denn, was aufregt, wird halt gut geklickt und was gut geklickt wird, generiert Einnahmen - das Prinzip ist nun wahrlich nicht neu.
LöschenImmerhin ist es doch möglich, sich breitgefächert (außerhalb der unsozialen Medien) zu informieren. Es gibt auch abseits der großen Medienhäuser genug Angebote, die guten Journalismus machen. Oder schlechten Journalismus aufzeigen, wie das zum Beispiel Übermedien macht.
Bin da bei Dir: Quellen einzuordnen und zwischen Fakten (es regnet = Fakt) und Meinung (ich finde Regen doof = Meinung) zu unterscheiden scheint eine Fähigkeit zu sein, die mehr und mehr abhanden kommt. Dafür scheint das Reiten der Empörungswelle mittlerweile die Fähigkeit der Stunde zu sein. Ständig sind wir wegen der nächsten Sau, die durchs Dorf getrieben wird, empört.
Ich bin da zu faul zu, Dauer-Empörung ist mir einfach zu anstrengend. Gibt vieles, was man an unserer Medienlandschaft und dem ÖRR kritisieren kann, doch so weit zu gehen, unsere Meinungsfreiheit als Illusion zu bezeichnen, würde ich noch nicht. Noch dürfen wir sie äußern, unsere Meinung. Das Recht auf Meinungsfreiheit beinhaltet halt nur, sie kundgeben zu können und nicht, daß jedem unsere Meinung auch gefallen muß.
@Horseman:
LöschenJa, was nun ?
Meine persönliche Einschätzung ist, dass „informiert zu sein“ sich schon deshalb nicht mehr lohnt, weil man mit der so entstehenden gebildeten Meinung nichts mehr anfangen kann.
Was könnte, was SOLLTE man denn mit ihr anfangen? Vielfältig informiert und pseudogebildet zum beispiel eine Bundestagswahlentscheidung treffen?
Wo dann diejenigen, die ich gewählt habe, einen Tag später das Gegenteil veranstalten?
„Welche Medien vermitteln lediglich Fakten?“
- Sie haben die eine entscheidende Frage gestellt, und da kann der Spiegel-taz-FAZ-Schlucker weiter unten noch so Armwedeln, wie er will:
Keine.
Nicht, dass das immer so gewesen wäre, aber JEDE Publikation, die mir heute begegnet, schreit zwischen jeder zweiten Zeile ihre hidden agenda raus, und wenn das aber nur genügend Verschiedene tun, dann reicht das den Clowns schon zur Etikettierung als „Vielfalt in der Informationsfreiheit und differenzierter Meinungsbildbeitrag“.
Ich bezweifle nicht, dass jemand anders die hiesigen Verhältnisse als
ausreichend Raum für Diskussion, pluralistische Meinungsvielfalt und womöglich „Freiheit“ hält, aber derjenige macht in gleicher Art und Weise die Augen zu, wie er es mir vorwirft.
@Mirtana:
LöschenDeine Meinung ÄUßERN darfst Du hierzulande, selbstverständlich darfst Du das.
Du musst halt nur mit den Konsequenzen leben - irgendeiner wird sich schon auf den Schlips getreten fühlen, der hat dann nichts Besseres zu tun als Deinem Arbeitgeber Screenshots zu schicken und dann hast Du was?
Eine erfolgreich getätigte freie Meinungsäußerung und anschließend ein freies, kostenloses Informationsgespräch mit der HR-Abteilung. Gar nicht mal so selten Dein letztes.
Dann soll man sich halt in seinen Äußerungen rücksichtsvoll und respektvoll verhalten! Immer gut, tolle Sache, nur: Wer entscheidet das? Was was ist?
In einer Gesellschaft, in der hinreichend Viele das Gefühl haben, „tip-toeing“ um die ganzen offended people herum zu tanzen, hält Mancher lieber gleich die Klappe, um keinen Ärger zu bekommen - das war das Gegenteil dessen, was Mark Twain meinte mit „ Falls Freiheit überhaupt irgendetwas bedeutet, dann bedeutet sie das Recht darauf, den Leuten das zu sagen, was sie nicht hören wollen“.
Ich ergänze: Es ihnen auf eine Art und Weise zu sagen, die MIR gefällt und nicht notwendigerweise IHNEN.
Zu Volker Pispers:
Habe alles gesehen von ihm. Wollte immer mal live zu ihm hin.
Seine Auslassungen zu Weltwirtschaft und vor Allem Russland sind unerträglich und extrem schlecht gealtert, aber seine Rethorik und seine satirische Schärfe fehlen heute schmerzlich.
Er kann es der Geschichte danken, dass er rechtzeitig vor Putins Aggressionskrieg krank wurde und sich vom Bühnenleben zurückziehen konnte, bevor er aus dem Publikum mit Tomaten beworfen worden wäre.
Zitat:
Löschen„Eine erfolgreich getätigte freie Meinungsäußerung und anschließend ein freies, kostenloses Informationsgespräch mit der HR-Abteilung. Gar nicht mal so selten Dein letztes.“
Dem widerspreche ich so pauschal. Ja, es gibt immer wieder Fälle vor Arbeitsgerichten, die sich mit politischen oder privaten Äußerungen beschäftigen, aber es gibt keinerlei Belege, dass es mittlerweile Standard wäre, dass HR-Abteilungen sofort mit Kündigungen reagieren, nur weil jemand privat eine Meinung äußert. Oft sind die öffentlich bekannten Fälle medial zugespitzt und deutlich komplizierter, als die schlichte Formel „Meinung passt dem Chef nicht → Job weg“ suggeriert.
Außerdem gibt es Berufe, bei denen es nicht nur erlaubt, sondern verpflichtend ist, sich an bestimmte Grundwerte zu halten – etwa Beamte, die die freiheitlich-demokratische Grundordnung achten müssen. Finde ich durchaus richtig: Wenn der Staat mein Arbeitgeber ist, darf er erwarten, dass ich als Beschäftigte seine Grundprinzipien respektiere.
Natürlich kann es passieren, dass jemand auf eine Äußerung beleidigt oder verletzt reagiert und sich beschwert – das ist ebenfalls Teil von Meinungsfreiheit. Wenn ich z.B. als Busfahrer einen Fahrgast beleidige, ist es völlig legitim, dass der Fahrgast sich bei meinem Arbeitgeber beschwert. Als Angestellter repräsentiere ich meinen Arbeitgeber, und mein Verhalten fällt auf ihn zurück. Ob eine Beschwerde gerechtfertigt oder überzogen ist, darüber kann man streiten – und genau das tun wir in einem Rechtsstaat ja auch vor Gericht. Das heißt aber nicht, dass man hier mit eingeschränkter Meinungsfreiheit leben müsste, sondern es heißt, dass Worte und Handlungen Resonanz erzeugen. Und dessen sollte ich mir bewußt sein.
Wer entscheidet, was respektvoll ist? Niemand allein. Das ist ein ständiger gesellschaftlicher Aushandlungsprozess. Gesellschaftliche Werte und Umgangsformen sind nicht starr, sie verändern sich. Was vor zwanzig Jahren als witzig galt, empfinden wir heute oft als verletzend – vermutlich war es das damals schon für die davon Betroffenen, nur hat niemand darüber gesprochen. Das ist sozialer Wandel, keine Meinungsdiktatur.
Es braucht mehr Empathie: sich kurz hineinversetzen, bevor man spricht. Viele Diskussionen, gerade politisch, leiden an mangelndem Mitgefühl. Ich diskutiere oft hart, wenn ich Äußerungen nicht okay finde. Wenn jemand meint, er sage lieber nichts aus Angst vor Gegenwind, verwechselt er Respekt mit Einschränkung. Wer etwa in meiner Gegenwart queerfeindliche Witze macht, muss mit meiner Gegenrede rechnen.
Marginalisierte Gruppen haben sehr lange für ihre Sichtbarkeit und ihre Rechte kämpfen müssen, tun das zum Teil noch heute. Was passiert, wenn diese Errungenschaften rückabgewickelt werden, kann man sich live und in Farbe in den USA angucken. Und auch, was es mit den Betroffenen macht.
Twain meinte mit seinem berühmten Satz, dass es Mut braucht, Unangenehmes zu sagen – aber er meinte keinen Freifahrtschein für Rücksichtslosigkeit.
Und Pispers? War immer ein linker Kabarettist. Seine Satire war ein Produkt ihrer Zeit. Natürlich wirken alte Aussagen heute anders – weil sich die Welt verändert hat. Das ist normal und verlangt nach Neubewertung, nicht nach Tomatenwürfen. Dafür sind die mittlerweile einfach zu teuer.
Sie suggerieren in Ihrem Beitrag, dass die Meinungsfreiheit in Deutschland massiv bedroht sei, doch die Argumentation bleibt weit hinter einer fundierten Auseinandersetzung zurück. Statt einer tiefgehenden Analyse bieten Sie einfache Schlussfolgerungen, was zu einem verzerrten Bild der Realität führt. Die Darstellung von Anabel Schunke als Teil einer angeblich politisch motivierten Verfolgung ignoriert die positiven juristischen Entscheidungen, wie den Freispruch, und setzt die Diskussion nur auf eine Linie ohne die nötige Differenzierung.
AntwortenLöschenAuch Ihre Kritik an der Medienlandschaft ist zu einseitig. Sie stellen die Konzentration von Medien als Hauptursache für eine Unterdrückung der Meinungsfreiheit dar, ohne die Vielfalt und den Raum für kritische Stimmen in den deutschen Medien zu berücksichtigen. Es gibt viele unabhängige Journalisten und Plattformen, die diese Themen differenziert behandeln, was Sie in Ihrer Argumentation unberücksichtigt lassen.
Das System in Deutschland mag sicherlich nicht perfekt und in vielerlei Hinsicht kritikwürdig sein – etwa durch die genannten medienpolitischen Konzentrationen oder durch Tendenzen zu einem eher einseitigen Diskurs in bestimmten Bereichen. Aber die Realität einer Meinungsdiktatur existiert hier definitiv nicht. Die pluralistische Gesellschaft, die auch Raum für Kritik, Diskussion und unterschiedliche politische Perspektiven bietet, ist noch immer ein grundlegendes Merkmal des deutschen Systems. Es gibt viele Kanäle für alternative Stimmen, und die juristische Unabhängigkeit funktioniert weitgehend, auch wenn es immer wieder Herausforderungen gibt.
Ihre Darstellung ist nicht „schwere Kost“, wie Sie es formulieren, sondern vielmehr eine verkürzte und dramatisierte Sichtweise, die der Realität nicht gerecht wird. Sie übertreiben und ziehen schnelle Schlüsse, die in keiner Weise die gesamte Komplexität der Situation widerspiegeln. Statt eine differenzierte Diskussion zu fördern, beschränken Sie sich auf alarmistische Rhetorik, die wenig mit der tatsächlichen Lage in Deutschland zu tun hat.
Differenzierung? Ich? HIER?!? Wann, jemals?
LöschenSeit wann sind Sie hier, 20 Minuten??
Hab mich trotzdem amüsiert, wusste nach 2 Sekunden querlesen, was Sie wählen 😁.
Trotzdem herzlichen Dank für Ihre Meinungsabgabe!