[ irgendwann um 2008 muss es gewesen sein,
dass ich das hier schon einmal gepostet hatte.
Alte Twoday-Zeiten.
dass ich das hier schon einmal gepostet hatte.
Alte Twoday-Zeiten.
Die Kreidezeit des Bloggens. ]
ZEITmagazin:
Wie definieren Sie »erwachsen«?
Robbie Williams:
(denkt lange nach)
"Als einen Zustand kompletter Freudlosigkeit.
Ich weiß schon, dass erwachsen zu sein bedeutet, dass man
Verantwortung für sein Leben und in der Gesellschaft übernimmt.
Aber soweit ich es sehe, gibt man für diese Verantwortung
viel zu viel Freude und Freiheit auf, und das finde ich wenig verlockend.
Emotional wäre ich allerdings gern ein wenig erwachsener, nennen Sie es reifer."
An dem Satz dachte ich schon damals viel zu lange
drauf herum, als dass er für mich etwas Anderes
sein könnte als: zutiefst nachempfundene Wahrheit.
Wohl alles eine Frage der Perspektive. Ich finde, dieses erwachsen sein rockt schon ziemlich, weil ich endlich selbst entscheiden kann, wohin meine Reise geht. Freiheit bedeutet für mich nicht, nur keine Regeln zu haben, sondern die eigenen aufzustellen. Mir gibt Verantwortung Sinn, meine Erfolge fühlen sich echter an, und ich kann mein Leben nach eigenen Vorstellungen gestalten. Kurz gesagt: Ich bin erwachsen und das ist gut so.
AntwortenLöschenAus meiner Perspektive eine sehr traurige (Rück)Sicht aufs Leben. Nur weil ich erwachsen werde, hört doch die Freude nicht auf - sie verändert sich einfach. Und wenn man die Nase voll hat von diesem Erwachsen-Sein-Ding, was hindert einen daran, einfach mal eine Runde schaukeln zu gehen? ;-)
Soweit ich mal gelesen habe, hatte er keine gute Ehe. Das klang auch schon durch bei seinen Worten, dass schlimmer als einsam zu sein das Gefühl sei, wenn Dir innerhalb einer Beziehung Einsamkeit vermittelt wird. Den genauen Wortlaut weiß ich nicht mehr.
LöschenWenn man jung ist, weiß man nichts von diesen Dingen. In seinen Wünschen, Träumen und Vorstellungen kommt das nicht vor. Nicht diese ganze Palette menschlicher Enttäuschungen gleich welcher Art..
Mich verwundert es nicht, dass er im Kern immer am liebsten ein Kind geblieben wär..
Das lässt zumindest die Vermutung zu, dass seine Kindheit glücklicher und unbeschwerter war als das, was seinem Erwachsensein folgte.
@ Mirtana:
AntwortenLöschenEs gab eine zahlenmäßig relevante Anzahl an Tagen, wo mir entweder schlicht DIE ZEIT fehlte, auf eine Schaukel zu sitzen oder aber (mehrheitlich) nach den Erlebnissen des Tages DIE KRAFT, auf so eine Schaukel überhaupt noch hochzukommen.
Allein die Sachzwänge und Verpflichtungen, die einhergehen mit einem ganz normalen Erwachsenenleben stehen dem an der Mehrheit der Tage im Weg (will man auf bestimmte Mindeststandards in Sachen Hygiene, Haushalt, Sozialkontakte usw. nicht verzichten).
Und genau zu diesem Verzichten bin ich nicht bereit.
Ok, wäre alles was Anderes mit Haushaltshilfe + Köchin + Sekretärin, aber:
Dazu fehlen mir die finanziellen Ressourcen.
Ja, ich empfinde das absolut als Einschränkung und das steht auch einem "nach meinen Vorstellungen" gestalten ein Stück weit im Weg:
Wenn ICH am Ende einer Woche fertig bin mit Arbeit und Broterwerb, Haushaltsreinigung, Steuer-Rechnungen-Ablage-Rezepte-Termine, Müllkalender, Wäsche, Geschirr, Einkauf, Vorkochen, Folgewochetermine vorbereiten, Bügeln, Zeugs reparieren, dann bleibt da wirklich oft entweder nichts mehr an Zeit oder nichts mehr von mir übrig mit der benötigten Kraft für irgendwas "Selbstbestimmtes".
Ok, ohne diesen Blog würden nochmal 4h pro Woche extra rausspringen.
Vielleicht sollte ich das in Erwägung ziehen.
Ich beschwere mich nicht und ich sage nicht, dass das JEDE Woche so ist.
Was ich aber sage und wo ich RW zustimme ist, dass Erwachsensein lediglich verdammt kleine Inseln des Glücklichseins bietet schon deshalb, weil
die Zeit für so ein "Glücklichsein" als Erwachsener für meine Bedürfnisse weitaus zu wenig ist.
@ Zigge:
AntwortenLöschenEs gab aber auch gute Zeiten in dieser Ehe,
und es sind ausschließlich DIESE, an die ich mich erinnern werde, so mein Beschluss.
Die Ehe hätte nicht sein dürfen, richtig - zwei Menschen, die so grundverschieden sind, sollten nicht unter einem Dach als Paar leben.
Ich laste mir persönlich an, das nicht in eine Entscheidung sehr viel früher gelenkt zu haben.
Auch meine Kindheit habe ich wirklich, wahrlich nicht als freudvoll in Erinnerung, aber ich hatte das Entscheidende: Zeit für mich allein.
Insofern bist Du zur korrekten Konsequenz gekommen,
lediglich mit der falschen Begründung:
Ich empfinde Erwachsensein DESHALB als freudlos, weil oft die Zeit fehlt für Vieles, was Freude dauerhaft vermittelt.
Vielleicht ist der Kontakt zu Erwachsenen wirklich zu oft von Enttäuschungen geprägt? Das könnte im einen oder anderen Fall zutreffen.
Keineswegs wäre es aber so, dass als Kind der Kontakt ZU KINDERN
von WENIGER Enttäuschungen und Verletzungen gefüllt sei.
Hey Rain, ich bezog mich bei meinem Kommentar auf RW und dessen Ehe 😉
LöschenGruß, die Zigge
Eine nicht unwesentliche Klarstellung, die ich dankbar mitnehme :-).
LöschenWird einem noch klarer, wenn man die Doku über ihn gesehen hat. Das war oftmals sehr bedrückend.
AntwortenLöschenHätte ich mal machen sollen, ich finde den Mann ohnehin interessant!
LöschenLäuft auf Netflix. Da gibt es allerhand interessante Dokus.
LöschenLeider nicht darstellbar, die Frau hier im Haus binged auf dem Netflix-TV gerade jeden Abend Bridgerton, währenddessen kommt da immer so ein komischer Brummton unter ihrer Decke...
LöschenNaja, das klingt so, als wäre sie sehr schnell fertig damit. ^^ Deine Chancen verbessern sich bereits. Bei mir ist schon der ✅ dran an der Serie, ohne Brummen versteht sich. ^^
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