05 März 2025

vom bestellten Bären

geordert  |


Den nächsten Dienstwagen. und surprise, surprise:

Es wurde ein reinrassiger Verbrenner.
Ein Diesel wieder, um genau zu sein.

Gerne hätte ich einen Hybriden gehabt. Sehr gerne.

Gerne hätte ich den Aufwand der allein durch MICH zu
tragenden Kosten der Wallbox, der Montagearbeiten,
der Umstellung auf einen reinen Ökostromtarif und des
obligatorisch digitalzählergeeichten Ladekabels zum
Maximalpreis (da nur 1 Anbieter erlaubt) betrieben.




Jedoch, unser Fuhrparkmanagement verlangte allen Ernstes,
dass ich den Wallbox-Kauf, den Ladekabelkauf,
die Montagebeauftragung, den Ökostrom-Tarif,
die schriftliche Vermietergenehmigung und noch ein paar
Sachen nachweise, BEVOR sie mir überhaupt den Rechner
für dieses Fahrzeug FREISCHALTEN.

Im Ergebnis hätte ich ERST vierstellig in Vorleistung gehen
müssen und DANACH hätte man mir erlaubt, das Fahrzeug
überhaupt zu konfigurieren bzw. die Kosten zu berechnen.

Das hätte ich Trottel sogar noch alles mit mir machen lassen!

Doch dann entdeckte ich bei einem Kollegen (der auch neu 
bestellen muss, weil wir am gleichen Tag unsere jetzigen
Dienstwägen zurückgeben müssen), dass es in der für mich
bezahlbaren Kategorie NUR Mild-Hybride gibt.

Und diese hätten dann als Verbrennermaschine so
Lächerlichkeiten an Bord wie:

    Einen 1,5 l TSI-Motor.
    Bei einem Gesamtgewicht inkl. Fahrer von:  2 Tonnen.

Und da hab ich dann grinsend abgelehnt, zumal der jetzt
bestellte Neuwagen monatlich gerade mal 18,84 EUR
teurer ist als sein Vorgänger.

Lektion gelernt. 

P.S. Im Nachhein hab ich noch rausbekommen,
um wieviel der Hybrid in den 4 Jahren Fahrzeit
letztlich doch günstiger gewesen wäre, all in.

      Sie können ja mal schätzen.

10 Kommentare:

  1. Was soll diese Vorgabe alles anzuschaffen? Das macht keinen Sinn, weil es nicht notwendig ist, vor allem für 4 Jahre nciht. Meine Erfahrung mit dem Mild Hybrid ist keine gute, genau aus dem o. g. Grund. Es ist eben kein Plug-In und hat keinen Steuervorteil. Ich vermute, es hält sich die Waage?

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    1. Sinn dieser Vorgaben ==>

      Der Konzern hat Angst, auf Mehrkosten sitzenzubleiben ohne publicity-wirksamen Greenwashing-Gewinn in seiner Außendienstflotte.

      Der Gedanke geht so:
      Angenommen, der Konzern macht all diese Vorgaben NICHT.

      Dann könnte jemand wie ich einen Hybriden bestellen, die Elektroladeinfrastruktur aber NIE MONTIEREN lassen und sagen "ich lade nur unterwegs nach oder aber kostenlos bei Besuchen in unserer Zentrale!"

      Was, wenn das nie passiert?
      Dann fährt jemand wie ich einen -sagen wir- 300 PS-Hybriden, zahlt monatlich dafür (statt 1,0%) nur die 0,5%- Bruttolistenneupreisversteuerung und fährt das Auto -sagen wir- zu 98% rein als Diesel und nur zu 2% als Stromer.

      Es gibt ja diese durch die Presse gejagten Berichte, wo nach 3 oder 4 Jahren Dienstwagenfahrer wie ich das Leasingfahrzeug zurückgeben - und im Kofferraum liegt bei der Rückgabe noch das originaleingeschweißte Digitalzähler-Ladekabel. ;-).

      Ergebnis wäre:
      Ich hätte ein erheblich stärker motorisiertes Auto zu einem monatlich erheblich günstigeren Preis, der Konzern würde auf den Mehrkosten (durch höheres Gewicht entstehen höhere Kraftstoff- und Reifenkosten) aber sitzenbleiben, und hätte hinterher womöglich noch die schlechte Presse von oben.

      ==> halten sich die gesamten Kosten über 4 Jahre die Waage?

      Nein. Oh nein.

      Morgen löse ich das auf, mal gucken, ob noch jemand hier in den Kommentaren einen Tipp abgeben mag :-).


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    2. P.S. zu Mild-Hybrid ./. Plug-In-Hybrid:

      Ja.

      Wenn ich insistiert hätte, so was zu fahren, wäre es der Steuer wegen natürlich ein Plug-in-Hybrid geworden, und auf DEN bezog sich meine Schätzfrage, wie viel so einer über 4 Jahre günstiger wäre als ein reiner Verbrenner.

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    3. Das ist ja völlig verrückt. Habe bisher noch nie gehört, dass sich irgendeine Firma darüber Gedanken macht, wie Du es oben beschreibst und dass man dem grünen Charakter nach kommt. Hier hat der Dienstwagenfahrer nämlich alle Vorteile. Vom Staat kontrolliert wurde ja bisher auch noch nicht, was das elektrische Fahren anbelangt.

      In Bezug auf die Gesamtkosten wäre der Hybrid um einiges teurer. Dachte, es ging um den reinen geldwerten Vorteil. Der Verschleiß ist höher. Bei den Reifen schön zu beobachten. Ich guck mir das morgen dann an.

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    4. Exakt das, was Rain in seinem 1. Kommentar beschreibt, ist in unserem Mutterkonzern passiert... Seitdem sind die schlauer ;)

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    5. Und, hast Du einen Schätzwert, wieviel weniger ein Hybrid kostet auf die Laufzeit verteilt gegenüber einem reinen Verbrenner? ;-)

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  2. Musste erst mal googlen, was ein "Mild-Hybrid" ist, und habe immer noch nicht verstanden, was so der richtige Vorteil davon sein soll.
    Muss mich aber eh nicht interessieren - ich werde mir fruehestens in 10 Jahren oder so mal das erste gebrauchte Elektro-Auto leisten koennen, und da ich wenn dann eh gern ein rueckspeisefaehiges haette, eher so in 20 Jahren ^^

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    1. Der Vorteil eines Mild-Hybriden bestand darin, dass unter bestimmten Voraussetzungen auch er von der 0,5%-Versteuerung profitieren konnte, das entfiel aber zum 31.12.2024.

      Somit haben Mild-Hybride -Stand heute- GAR KEINEN steuerlichen Vorteil mehr als Dienstwägen.

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    2. Ich meinte eigentlich den Vorteil der Erfindung an sich, unabhaengig von der Steuer - der erschliesst sich mir nicht ganz, wenn das Ding dann doch eh nur mit Sprit faehrt, aber was weiss ich schon.

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    3. Na ganz einfach: Man sieht ja schon an der Verbrennermotorisierung, dass die Mild-Hybride eine elektrische Unterstützung brauchen, wenigstens beim Anfahren. Das senkt die Kraftstoffkosten deutlich und -wichtig für die Hersteller- vor Allem hilft es dabei, den Flottenausstoß an CO2 zu senken.

      Da auch Dienstwagenflotten nicht unkritische CO2-Emissionslimits auferlegen, findet man -auch wenn sie steuerlich keinen Sinn mehr ergeben- solche Mild-Hybride natürlich auch im Dienstwagen-Flottenangebot.

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