10 Juni 2023

von der Schlossnacht

 


Als wir mit dem Taxi eintreffen, sind etliche der 
anderen Gäste schon da. Alle sehen fein aus, adrett,
Anzug, manche Damen im offenherzigen Abendkleid,
manche auch etwas offensiver, aber stets dezentes Makeup.

Ich bin immer noch überrascht, wie nahe wir an Polen
sind, aber es werden sogar Pärchen aus Salzburg und 
weiter weg heute abend anwesend sein.
Die location ist weit bekannt.

Am Empfang sind die Ordonanzen ebenfalls zurückhaltend
und geschmackvoll gekleidet.

Wir werden kurz eingewiesen, bekommen einen Schlüssel
für ein kleines Wertfach, wo auch die Möglichkeit zum finalen
Umkleiden besteht. Und erneut der Hinweis auf strengstes
Smartphone- und Fotografierverbot.




Wir betreten die Szene und erkunden die Gänge, Räume,
den dance floor, die Bar, und das Buffet.
Der Begrüßungschampagner wirkt schon, es ist warm hier.

Die Getränke könnten etwas schneller gehen und am Buffet
muss man schauen, dass man irgendwo was findet, um seinen
Teller abzustellen, aber es geht schon.
Wir schalten um auf Bier.

Die ersten Gäste beginnen, die oberen Stockwerke zu erkunden.
Es fängt an, sich ein wenig zu verteilen, daher ergreifen wir
die Chance, in den Keller zu gehen.

Unten ebenso wie oben: Sanftes, schmeichelndes Licht,
Natursteingewölbe, sehr viele Kerzen.

In den offenen Raum zur linken, wo der mit schweren Nieten
rundherum beschlagene Lederswing an Metallketten von der
Decke herabhängt, traut sich noch niemand so recht.

Interessanterweise ist aber auch der sanft beleuchtete kleine
Pool noch nicht genutzt. Wir beschließen spontan, das zu ändern,
legen unsere Kleidung ab und steigen nackt in das jungfräuliche Nass.

Bald schon gesellt sich ein Pärchen zu uns, die Mädels verstehen 
sich sofort, nach zwei Minuten knutschen sie rum, aber ich merke,
dass ich bereits eine Menge an Alkohol hatte, die auch mit kleinen
blauen Pillen nicht mehr wegzuständern ist. Die sechs Stunden
im Auto hierher tun ihr Übriges. Man ist keine zwanzig mehr.

Ich lehne mich genüsslich zurück im Pool, neugierige Paare treten
hinter ihren Champagnergläsern versteckt in den Raum, meine
Begleitung beginnt intensiv damit mich mit dem Mund zu stimulieren,
aber ich kann jetzt schon sagen, das wird nix. Mein Fehler, mähhh.

Die Mädels knutschen und fummeln wieder, ihr Begleiter lässt sich
dabei von ihr reverse cowgirlen, ich sehe lächelnd zu und leere den
letzten Champagner im Glas, während ich mit ausgebreitetem Allem
am Poolrand liege und tatsächlich total entspannt bin.

Irgendwann nicken wir uns zu, den Pool zu verlassen, trocknen uns
ab und ziehen unsere Abendkleidung wieder an. Nebenan wird nun
auch lautstark der Raum mit dem Swing genutzt.

Wir füllen die Gläser nach und steigen die Treppen zu den oberen 
Gemächern hinauf.
Es gibt dort einen Orgienraum, eine weiteres Zimmer mit Equipment,
einen Aufenthaltsraum in der Mitte des Treppenhauses mit samtenen
Sofas, die an Rokoko-Schlossmobiliar erinnern und auf denen sich
auch bereits mit mehreren Personen lebhaft getummelt wird.

Wir finden auf der anderen Seite eine Art Liegefläche mit darüber
befindlichem Plexiglasdach, für Zuschauer.
Die Zuschauer können in diskrete dunkle Gänge seitlich eintreten
und unerkannt von oben dem Geschehen auf der Liegefläche beiwohnen.

Raffiniert gelöst: Es sind auch eine Reihe an Bullaugen-Öffnungen
zu der Liegefläche hin in die Kammer eingelassen.

Sie haben genau die richtige Gloryhole-Höhe.
Aber dazu wird es heute abend nicht kommen, sie werden auf
eine andere Art und Weise genutzt werden.

Die Liegefläche ist frei, wir ergreifen die Chance und klettern hinein.
Alles ist sauber und frisch.

Das Licht ist sanft und schummerig.
Unsere Kleidung ist schnell abgestreift und erneut lehne ich mich
zurück, um mich bedienen zu lassen und dabei zuzuschauen.

Inzwischen ist zum Glück auch der Alkohol im Körper wieder auf
dem Rückzug. Es sind eine Menge schöner Frauen heute anwesend,
da möchte man(n) nur ungerne eine Hängepartie abliefern.

Während meine Begleitung ihre Deepthroatkünste präsentiert, 
greifen Hände und Finger durch die Öffnungen der Box und
fingern an ihr, greifen nach ihren Rundungen, dringen in sie ein,
klatschen ihr sanft auf den Hintern.

Es sind nur Hände und Arme zu sehen. Keine Menschen.
Es fasziniert mich.

Die Hände und Finger werden ihr etwas zu viel, das löst man
höflich, in dem man die Frau auf den Rücken wirft, sie so
aus dem Anfassbereich der Arme und Hände entfernt und dann
so tief es nur geht in sie eindringt, während man ihre Beine weit
zurück drückt.

An animierende Zurufe kann ich mich zwar nicht erinnern, aber
diese Liegebox wird für den Rest des Abends nach uns nicht mehr
unbesetzt sein.

Zwischendrin flüstern wir uns grinsend zu, auch das hier oben
wird hier heute kein Höhepunkt, für keinen von uns,
alle beide stellen wir fest, dass so schön das Ambiente auch ist,
dies nichts für uns ist.

Wir ziehen uns an, krabbeln raus, erstmal an die Bar.

Mit neuen Getränken gehen wir zurück nach oben und finden
einen perfekten Pärchen-Sofaplatz im Durchgang, wo wir alles
und jeden vorbeilaufen sehen und wo es sich herrlich gossippen
lässt, während man bequem im Sitzliegen flätzt.

In der einen Hand habe ich mein Getränk, meine andere Hand
steckt in ihrem Kleid und befingert ausgiebig und für alle sichtbar
ihre großen Brüste.

Oft fallen die Blicke der Treppengänger auf uns, aber das stört
hier und heute niemanden. Ich grinse wie ein Honigkuchenpferd.

Auf der Couchgruppe gegenüber sind die Leck- und Saugspiele
ebenfalls vorerst beendet und man unterhält sich und lacht miteinander.

Gleich nebenan im Orgienraum geht es meiner Begleitung zufolge
etwas zu fake-gestöhnig zur Sache.

Das sind hier heute überwiegend wirklich attraktive Menschen,
kommt es mir wieder in den Sinn. Die Frauen wirklich attraktiv
und fast alle schlank, nur eine einzige beleibtere Dame und auch
nur eine einzige mit vergrößerten Brüsten.

Wir treffen das Pärchen aus dem Pool wieder, sie sind gut gelaunt,
sie kommen soeben aus dem Orgienraum.
Die Mädels knutschen nochmal kurz,
dann wird sich nett verabschiedet.

Es geht auf Mitternacht zu und wir haben genug gemacht,
gesehen, getrunken.

Das Taxi wird ewig auf sich warten lassen und ich werde
es fertigbringen, mein Jackett und meinen guten Regenschirm
irgendwie zu verlieren, aber das ist nicht ganz so schlimm.

Zurück in der AirBnB-Wohnung, mit der wir wieder einmal
Glück hatten, kehrt innere Ruhe ein.

Bald sinke ich in einen Erschöpfungsschlaf, wache am
nächsten Morgen ausgeruht auf, hole mir nachträglich das,
was mir in der Nacht zuvor nicht gelingen wollte und dann
gibt es erst einmal Kaffee.

Starken Kaffee.
Aus der eigenen, mitgebrachten Nespressomaschine.

Die übrigens wie ein Fremdkörper in dieser Küche,
in dieser Wohnung wirkt.

Denn sie ist -von den Sektgläsern über den Haarföhn bis zum
Salzstreuer, dem Standventilator und auch allem Anderen-
das Einzige hier, das nicht roségold- kupferfarben ist!

Anderntags pickt mir der Pinguin im Tierpark
in mein Handypanzerglas rein und das versöhnt doch
letztlich mit Allem :-).







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