23 September 2024

vom Wochenende im Westerwald




[ auf dem Land gibt es gleich gegenüber beim Nachbarn
noch freilaufende Hühner, so auch hier. ] 


Es sind wahrlich zu wenige bzw. zu seltene Wochenenden,
die wir füreinander freischaufeln können für unsere Treffen.

In guten Jahren werden es 5, maximal 6 im Jahr sein,
in schlechten auch mal nur 4.

Aber drunter geh ich nicht.
Drunter geht es nicht, dazu brauche ich es zu sehr,
dazu tut es mir viel zu gut.

Und ich merke, wie ich nach ein bis eineinhalb Monaten
anfange, unruhig und innerhalb meiner Beziehung grober
zu werden, wenn es zu lange her war.

Wie Sie wissen, bin und war ich absolut NICHT der Auffassung,
dass man alles, was man im Leben braucht, aus seiner Beziehung
oder seiner Ehe oder sonstwas ziehen können müsse.

Genau genommen finde und fand ich es sogar ein bisschen frech,
das von seinem Partner verlangen zu wollen:
Es soll jeder geben, was er geben möchte - nur genau so viel.

Und es sollte jedem frei zustehen zu nehmen, was immer er
nehmen möchte und braucht -, und zwar wo auch immer er
es herbekommen mag. Punkt und Ende.

Die F+ kommt pünktlich am ICE-Bahnhof an.
Nach herzlicher, kurzer Begrüßung teile ich ihr unmissverständlich 
mit, was meine Erwartungshaltung ist, sobald wir unsere Bleibe
für die nächsten drei Tage bezogen haben werden.

Sie grinst wissend. Sie kennt meine emotionale und sexuelle
Anspannung in dieser ersten Stunde-  seit Jahren kennt sie das
und sie weiß, wie sie diese Spannung aufzulösen hat.


Der Vermieter des privaten Studios ist angenehm freundlich und
professionell distanziert. Das gebuchte "Romantik-Paket" erwähnt er
mit keinem Wort. Es ist "einfach da."

Seine Einweisung ist präzise und so kurz, wie ich sie mir wünsche,
bevor er sich zurückzieht und die Tür hinter sich schließt.

Ich bestücke den Kühlschrank mit den zuvor gekauften Kaltgetränken,
was ich offenbar derart zittrig tue, dass die Dame grinsend und ganz
ohne meine Initiative die Notwendigkeit eines ersten Entspannungs-
Services anspricht.

Sodann entkleide ich mich und begebe mich ins Wohnzimmer auf die
ausladene und leicht dekadente Ledercouch, von wo aus ich die
F+ anweise, mir ein Glas Sekt einzuschenken und sich dann vor mich
auf die Kissen hinzuknien.



[ mir gefällt dieser Swing, deshalb
habe ich daheim den gleichen. 
Das Vierkantrohr oben drüber ist allerdings
eine wirklich gute Idee, die sollte ich
mir ebenfalls überlegen.]

Bevor wir abends rausfahren zum Essen, inspizieren wir
die Räume und Einrichtung.

Ich habe schon die eine oder andere Studioeinrichtung gesehen
- diese hier gefällt mir ganz besonders gut, weil sie alles hat,
was ich auszuprobieren gedenke, aber auch gut außerhalb der
Spielzeiten toll "normal" nutzbar ist.

Und überdies ist sie erschwinglich, anders als
beispielsweise in der Stadt gelegene, nähere locations.



[ ich weiß, wie scheixxeteuer diese Stühle sind,
deshalb verstehe ich den Inhaber, dass er sich "nur"
die nicht-elektrisch-verstellbare Version von
StyleFetish gekauft hat - allerdings gibt es
auf diesem Planeten nichts Geileres
als die teure, vollelektrische Version davon]




[ eine der wirklich schöneren Spielwiesen,
die ich bisher sah. Der Gedanke an zusätzliche
weitere Beteiligte dort reizt mich zunehmend.]



[ aus der wiederkehrenden Serie
"mitgebucht, aber mal wieder nicht ausprobiert" ]

Wie man bereits vermutet hatte, ist die RedNeck-Szene
im Westerwald verbreiteter als anderswo, wie man schon
an der auffälligen Dodge-Ram-Dichte auf den Straßen erkennt.

Der vor dem (tollen) Restaurant parkende Pickup vor uns
machte da keine Ausnahme. Fühlte mich kurz an meinen 
letzten Nachbarn aus dem Schwabenland erinnert.



[ Je länger Sie draufzoomen und schauen,
desto
 schlimmer wird es :-) ]


Es werden drei intensive, lustvolle Tage mit viel Vertrautem,
aber auch neu Ausprobiertem, und zu meiner Überraschung
votet die hinterher befragte F+ den Gyn-Stuhl als ihren
neuen favourite.

Das muss ich mir fürs übernächste Mal merken - 
vielleicht finde ich irgendwo eine location, die die "große"
Version von dem Ding, hat.

Wahrscheinlich bekomme ich die Dame dann dort
gar nicht mehr freiwillig raus.^^
Aber die EINZIGE location, von der ich WEIß, dass die große
Version dort steht, ist auf der Ostseite von Baden-Württemberg...




es ist immer wieder zum Schmunzeln,
mit was für Erwachsenen-Brettspielen
solche locations bisweilen ausgestattet sind...^^]


Wir verbringen eine unglaublich tolle, innige Zeit miteinander.

Wir lachen viel, schmusen viel, vögeln viel, trinken viel,
und schaffen es zwischendrin in den Nächten sogar, eine
komplette Staffel FALLOUT auf dem TV zu gucken (ich bin nun süchtig)
sowie einige weitere Serienepisoden anzuschauen.

Für die Teamrunde am Montag morgen melde ich mich krank,
es ist aber keine, die mein disziplinarischer Chef uns eingestellt hatte.

Ich kann auch nichts dafür, dass unsere Führungsriege mit
schlafwandlerischer Sicherheit genau JENE wenigen Montagmorgende
als Teamstermine auswählt, in denen ich noch in der F+ stecke
und anschließend erst einmal heimfahren muss.

Wir verabschieden uns mit Kuss und Umarmung am ICE-Bahnhof
dann fahre ich los, komme staufrei an, parke ein,
schließe die Haustür auf. Die Liebste erwartet mich,
freut sich dass ich wieder da bin, umarmt mich,
möchte wissen wie es war und ob ich mich entspannt hätte.

Die leichten Ringe unter meinen Augen ersparen mir eine Antwort
und dann gibt es erstmal neuen Kaffee.

Nachmittags plane ich das nächste Treffen.
Ohne Studio diesmal.
Aber mit Sushi ♥.

11 Kommentare:

  1. Klingt interessant und nach einem sehr spannenden Wochenende! Glückwunsch, wenn so etwas "nebenbei" geht.

    Können Sie mir die Adresse im Westerwald mal per E-Mail schicken?

    Gruß
    Julian Kay

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    1. Der Besitzer/Betreiber hat freundlich darum gebeten, seine eigene Annoncierung "nicht zu streuen" - wir fanden ihn über die locations-Liste im JoyClub.

      In der Nähe zu Montabaur gibt es dort in dieser Liste nur eine location. Dem Autogramm-Whiteboard im "kinky passion" zufolge waren dort schon etliche JC-Mitglieder :-).

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  2. Jetzt muss ich zugeben, ich bin verwirrt. Ich war wie selbstverständlich davon ausgegangen, dass du frühere derartige Wochenenden immer mit der Frau absolviert hattest, die du heute "die Liebste" nennst (früher "die Zweitfrau", oder?). Aber jetzt bin ich plötzlich nicht mehr sicher, ob das nicht immer schon "F+" war, da du davon schriebst, dass du traditionell mit ihr mehrere Wochenenden im Jahr fix planen würdest. War es also vielleicht früher auch schon "F+", mit der du diese Wochenenden verbracht hattest, oder gab es die mit beiden Frauen? Für ein wenig Entwirrung meines gedanklichen Beziehungsorganigramms wäre ich dir dankbar.

    Liebe Grüße
    Schattentänzerin

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    1. Die heutige Liebste ist die damalige Zweitfrau - richtig.

      Die F+ war ebenso wie ich noch verheiratet, als wir uns das erste Mal trafen - heute sind wir es beide nicht mehr :-). Beide Frauen kennen sich.

      An einer Stelle gab es bei Dir glaube ich ein Missverständnis:
      Mit der heute Liebsten gab es NIE Wochenenden sondern immer nur Treffen "unter der Woche" - denn zu Zeiten des Verheiratetseins fanden Wochenenden immer zuhause in der Ehe statt.

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    2. denn zu Zeiten des Verheiratetseins fanden Wochenenden immer zuhause in der Ehe statt

      OMG. IMMER? Nicht Mal so getrennte Maenner- oder Frauenabende? Familienbesuche wo der Partner nicht mit muss oder Freunde treffen, die der andere nicht kennt?

      Meine Beziehungen sind ja aus unterschiedlichsten Gruenden gescheitert, aber _das_ war in keiner ein Thema (bzw unter einer solchen Praemisse waere erst gar keine Beziehung zustande gekommen, schon allein weil ich meinen Freundeskreis nicht uneingeschraenkt teilen will :-D ).

      Ein Hoch auf die Freiheit!

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    3. Richtig: Es gab in den achtzehn Jahren vielleicht ZWEI Wochenenden, an denen die Geheiratete allein woanders war.

      Möglicherweise war noch mal das eine oder andere „ich besuche die Familie aber Du willst ja nicht mit!“ dabei an das ich jetzt nicht denke, aber sie hatte keinen eigenen Freundeskreis. Im Nachhinein eine der biggest red flags ever.
      Bei mir gab es nur die Captn‘s Nights.

      Und ja - ein Hoch auf die Freiheit!🥰

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  3. Der gewiefte Suchmaschinen-Bediener findet das anhand der Bilder. 🤭

    Ich fahre da im übrigen bis Ende nächsten Jahres regelmäßig in Wimperschlagweite vorbei. Das habe ich heute, dank der 4711 Baustellen im Westerwald, festgestellt. 🙄 Das bleibt von nun an in meinem Kopf, das unnütze Wissen. 😎

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    1. Der halb fotografierte Wohnungsschlüssel sollte auch eine kleine Spur legen 🫵🏻😊.

      Die location lohnt sich, auf der Gästebuchtafel gibt es JC-Namen, die waren so oft dort, dass sie nur noch Zähl-Striche hinter ihren Namen machen. 😄

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  4. Wie sehr ich diese Schilderung im Geiste miterleben kann und wie sehr ich Dir das gönne. Die Location ist für meinen Geschmack zu weit weg, aber hier in meiner Ecke gibt es auch schöne .... Gelegenheiten. Ich mag das Foto mit dem Schlüsselanhänger.

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    1. Das Foto mit dem Schlüssel, da war sie, die kleine ausgelegte Spur 🫡. Ich denke oft, wenn ich Geld hätte, ich würde zwei solcher locations kaufen und komplett perfekt einrichten und dann vom Vermieten leben. Habe das mal grob überschlagen, es würde reichen für ein genügsames Leben.

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    2. Oh, mach mal - ich würde mich da gerne mit meiner eigenen Veranstaltung einmieten!
      Den Gedanken an eine eigene kleine Location hatte ich auch schon öfter. Stilvoll, elegant, verschwiegen, sinnlich, opulent, handverlesene Gäste ... oh yesss!

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