die geduldige Zeichnung mehr als 26 Jahre auf
eine Exhibition gewartet, die ihr gerecht wurde.
Weil ich immer noch nicht das Herz gefasst habe,
die geschätzt knapp 380 Euro (plus Einbaukosten)
für das Abdunkeln und ver-Fliegengittern der zwei
Fenster in den Dachschrägen in die Hand zu nehmen,
scheint mir da jetzt immer früher und heftiger die
Sonne aufs Hirn.
Teilweise sehe ich ohne Baseballkappe meine Bildschirme
gar nicht mehr. Eine Übergangslösung musste dringend her.
Also kam ich auf die Idee, irgendwelche großflächigen
Pappen als Licht- und Blendschutz an die Fenster zu kleben.
Dabei war mir die Rückseite von Sandras Bild eingefallen,
die immer noch (wie seit Jahrzehnten) hinter meinem
Sideboard lagerte.
Ich holte sie dort hervor und bereitete sie für die
Montage mit Paketklebeband vor. Und erst war mir
auch überhaupt nichts aufgefallen.
dass da auf der Innenseite noch eine handgeschriebene
Botschaft (inzwischen deutlich verblichen) für mich
seit über 26 Jahren auf ihre Entdeckung gewartet hatte.
So ist das halt in meinem Leben:
Wichtiges finde ich oft viel zu spät heraus,
dafür blieb mir Unwichtiges ewig im Kopf.
So oder so, ich habe wieder etwas entdeckt,
über das ich noch lange immer wieder lächeln werde.
Und das ist bei Lichte betrachtet doch auch etwas wert.
Vielleicht auch eine etwas überstrapazierte Koinzidenz, dass
mir das ausgerechnet heute auffiel - nämlich an ihrem Geburtstag.
Wie gut, dass ich nicht an Zufälle glaube.
Alles Gute für Dich, Sandra.
Wo immer Du sein magst.
Bei der handgeschriebenen, verblichenen Botschaft sehe ich ziemlich schwarz.
AntwortenLöschenWeil sie mit schwarzem fine-liener geschrieben wurde, vermute ich.
LöschenDie Dame benutzte NUR schwarze fine-liner.