22 Juni 2022

vom Einkaufen

 
Schon aus Budgetgründen bin ich ein normalerweise
recht disziplinierter Einkäufer:

Beispielsweise schreibe ich einen Einkaufszettel.
Ganz altmodisch und ohne App.
Gelber Haftzettel, Kugelschreiber immer daneben, fertig.

Aber keineswegs verurteile ich etwa Menschen,
mehrheitlich Frauen, die durch die Gänge im Lebensmittel-
discounter zu Sommerzeiten in Spaghettiträgertops streifen,
dabei ihr Smartphone samt Einkaufszettel-App vors Gesicht haltend:

Seit dies in Mode ist, kann ich ihnen weitaus länger
und gefahrloser in die Dekolletés glotzen.
Nicht alles ist heute schlechter als früher.

Ich nehme keinen Einkaufswagen, sondern einen Korb
am Arm mit in den Discounter.

Das führt zum Einen dazu, dass der Einkauf inhaltlich dann
beendet ist, wenn der Korb voll ist.
Es führt außerdem zu einem zeitlich sehr überschaubaren
Einkaufserlebnis:
Arme werden irgendwann auch mal sehr lang.

Und andererseits reduziert ein "keine Einkaufswägen beim
L1DL mehr anfassen müssen" die übertragene Virenlast
auf diesem Planeten um etwa 98%.

Außerdem gehe ich nie hungrig einkaufen:
Wer mich einmal unterzuckert erlebt hat, versteht sofort,
wie Kriege entstehen und was Weltreiche untergehen lässt.

Als es beim R*WE mal eine zeitlang diese sauleckeren Schoko-
Cremes von "feine Welten" nicht mehr gab und ich hungrig im
Laden stand, war ich emotional auch kurz davor, das Morgenland
samt dem aus ihm stammenden Marktleiter zu opfern.

Allerdings klappt die Taktik nicht immer.

Es geht schon damit los, dass man ja manchmal etwas
mehr
an Getränken besorgen muss.

Weil man beispielsweise 3 Tage vorher zu faul war, 
das mitzuerledigen, wo es weitaus
problemloser darstellbar gewesen
wäre .

Dann geht man entweder ein zweites Mal in den Laden.
Oder aber man holt sich doch ausnahmsweise mal einen Seuchenwaggon
einen Einkaufswagen.

Wo man(n) dann promt mitten im Angebote-Gang stecken bleibt und
aus dem "ich brauch nur noch schnell Minerwalwasser und Salat!"
dann eine "es ist so heiß draußen, da könntest Du doch mal..."-
Apokalypse wird, so dann im Einkaufswagen also landen:

  • Sonnenschirm (eckig) für den Balkon
  • Ständer (25 kg) für den Sonnenschirm
  • selbst aufblasbare Outdoor-LuMa
  • Bambus-Balkontischchen mit Qi-Handyladefunktion
  • Shorts mit Palmen drauf (falsche Größe aber billig)
  • Turmventilator mit 3 Geschindigkeiten und Oszillation
  • Outdoor-Kissen für die Klappstühle aufm Balkon
   

Und weil's so schön war und einem der Schirm auf dem Balkon
so gut gefallen hat, ging man zwei Tage später nochmal hin,
erstand den letzten im Markt verfügbaren Schirm plus Ständer,
damit der eine auf dem Balkon nicht so alleine ist und nun
hat man(n) ausreichend Beschattung.


Wobei "Beschattung" es nicht ganz trifft:
Zur Hälfte habe ich den Schirm nicht wegen des Schutzes
vor der Sonne gekauft.

Sondern wegen der verdammten Straßenlaterne vorm Schlafzimmer.

5 Kommentare:

  1. Antworten
    1. Da habe ich auch kurz aufgemerkt 😉

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    2. Mir wurde gerade erst KLAR, dass ihr hier wieder nur an SEX denkt!?

      Ich dachte dabei aber so harmlosen Romantikscheiß wie Picknicks im Kopf, oder im Park unter den Bäumen auf der Wiese liegen oder am Baggersee in Bayern!!
      Tsstss, Weiber.... ;-)

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    3. Ah. Sex am Baggersee :-D

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    4. MEINE GÜTE! Ihr MACHT mich FERTIG hier.

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